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Bürgermeister Gombold: Die Inzigkofer haben alles mitgetragen und das Beste aus der Pandemie gemacht

  

Inzigkofens Bürgermeister Bernd Gombold befürchtet, dass wir noch einige Buchstaben des griechischen Alphabets kennenlernen müssen. FOTO: PR

Inzigkofens Bürgermeister Bernd Gombold freut sich vor allem über die gerade im Werden befindlichen Wohnbaugebiete. Denn die Neubaugebiete „sind elementar für die Entwicklung unserer Ortschaften“. Und in Bezug auf die Fasnet stirbt auch bei ihm die Hoffnung zuletzt.

Was waren aus Ihrer Sicht die drei Highlights 2021 in Inzigkofen?

Auch 2021 war von der Pandemie geprägt und nach der dritten zu Jahresbeginn hat uns alle nun die vierte Welle wieder voll im Würgegriff. Und trotzdem ist es irgendwie immer weitergegangen und die allermeisten Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibenden, Vereine, ehrenamtlich Tätigen und Kulturschaffenden unserer Gemeinde haben das alles ausdauernd mitgetragen und das Beste draus gemacht – das ist für mich wiederum ein Highlight in 2021.

Im Bereich der Bauvorhaben der Gemeinde waren die Highlights, dass der 1. Bauabschnitt des Wohnbaugebietes Zinsäcker Vilsingen trotz der widrigen Umstände hinsichtlich der nassen Witterung fertiggestellt werden konnte. Der 1. Bauabschnitt des Wohnbaugebietes Zum Berg Engelswies sieht seiner baldigen Fertigstellung entgegen. Die Neubaugebiete sind elementar für die Entwicklung unserer Ortschaften und für die Zukunftsperspektive unserer dort lebenden jungen Menschen.

Auch wichtig war, dass die Grüne Fußgängerachse Inzigkofen hergestellt werden konnte, als sichere fußläufige Verbindung zum Netto-Lebensmittelmarkt und zur Anbindung des neuen Wohnbaugebiets Reutäcker.

Was werden aus Ihrer Sicht 2022 die beiden wichtigsten Ereignisse in Inzigkofen sein?

Wir haben die Delta-Variante, jetzt schlägt Omikron zu – oh je, ich fürchte, wir werden noch einige Buchstaben des griechischen Alphabets kennenlernen müssen. Umso wichtiger ist deshalb die Impfung für alle, die geimpft werden dürfen, damit diese Endlosschleife, diese lähmende Pandemie endlich gebrochen werden kann und wir nicht dauerhaft von Welle zu Welle und von Mutante zu Mutante surfen müssen.

Wichtig werden dann alle Feste, Jubiläen, Feiern, Konzerte, Theater usw. sein, die seit Beginn der Pandemie abgesagt werden mussten, weil dadurch wieder Normalität, Gemeinschaft, Gemeinsinn und pulsierendes Leben in all seinen Facetten in unseren Alltag zurückkehren kann. Die Menschen sehnen sich nach Normalität.

Für die Gemeinde ist von den Projekten her der Baubeginn für die neue Kinderkrippe mit 3 Gruppen ein bedeutendes Ereignis, um der Nachfrage nach Krippenplätzen gerecht zu werden mit dem Ziel, allen Familien ein auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Betreuungsangebot machen zu können. Ebenso wichtig sind die Vorbereitungen zum flächendeckenden Glasfaserausbau.

Nicht ganz unbedeutend wird die Herstellung einer Abwasserdruckleitung von Vilsingen nach Inzigkofen sein, im Hinblick auf die Stilllegung der Kläranlage Vilsingen und den Anschluss an die Großkläranlage als finanziell gewaltiger Brocken. Dies ist zwar für die Bürger vordergründig nichts Weltbewegendes, weil gefühlt nur „Geld vergraben wird“ – dies gibt der Gemeinde aber für die Zukunft dauerhafte Entsorgungssicherheit. Parallel dazu wird eine Trinkwasser-Verbundleitung von Vilsingen her zum Hochbehälter Inzigkofen als zweites Standbein zur Erhöhung der Versorgungssicherheit für die Wasserversorgung Inzigkofen gebaut.

Corona hat uns zum Jahresende erneut im Griff. Müssen wieder Weihnachts- und Neujahrsaktionen ausfallen? Oder kann mehr stattfinden als vergangenes Jahr?

Leider muss und musste all das erneut ausfallen, worauf sich viele Menschen und auch ich mich Jahr für Jahr freuen: Vom Vilsinger Adventsmarkt, bis hin zum Engelswieser Theater, den Advents- und Weihnachtsfeiern, den Konzerten der Musikvereine Inzigkofen und Vilsingen und dem Jahresrückblick der Filmliga. Auch das jährliche Zusammentreffen der Vereinsvertreter zu Beginn des neuen Jahres muss wieder ausfallen. Das alles ist mehr als bedauerlich, denn bei all dem geht es ja nicht nur um Unterhaltung, sondern um gelebte Gemeinschaft, zusammenführendes Engagement, Begegnung, das Gespräch und den Austausch von Mensch zu Mensch – das alles fehlt einfach.

Was passiert nächstes Jahr mit der Fasnet, in welchem Umfang wird sie stattfinden können?

Ob unsere traditionelle Dorffasnet in unseren Ortsteilen wie gewohnt stattfinden kann, ist angesichts der derzeitigen Entwicklung völlig offen. Dazu müsste sich hinsichtlich des Infektionsgeschehens das Blatt komplett wenden. Ich vermute und hoffe, dass wenigstens die Straßenfasnet unter gewissen Einschränkungen stattfinden kann und es für Indoor-Veranstaltungen vielleicht individuelle Formate unter Auflagen geben könnte, sofern die Corona-Vorgaben dies dann erlauben sollten.