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Den European Energy Award Gold hat sich die Stadt Mengen redlich verdient, so Bürgermeister Bubeck

  

Das Energieteam der Stadt Mengen, v.l. Martin Heuser (Leiter Stadtwerke Mengen), Kämmerer Holger Kuhn, Petra Geschwender(Hochbau), Volker Badouin (Tiefbau), Cornelia Hund (Hochbau) und Bürgermeister Stefan Bubeck (Stadt Mengen). FOTO: STADTVERWALTUNG MENGEN

48 europäische Gemeinden, Städte und Landkreise, darunter die Stadt Mengen, durften im November in Ravensburg den European Energy Award Gold entgegennehmen – die Auszeichnung für besonders aktive Kommunen für mehr Klimaschutz, Energieeffizienz und erneuerbare Energien.

Mengener Vertreter nahmen die Auszeichnung des European Energy Award in Gold aus den Händen von Gudrun Heute-Bluhm, Präsidentin des Vereins „eea“ entgegen. In ihrer digitalen Grußbotschaft unterstrich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Bedeutung dieser Auszeichnung: „Der Weg zur Klimaneutralität führt durch unsere Städte und Regionen. Ich danke Ihnen allen für Ihre Bemühungen, diese sind unverzichtbar.“

Die Stadt Mengen hat sich aufgrund eines Gemeinderatsbeschlusses erstmals im Jahr 2009 mit einem Energieleitbild und einem Maßnahmenplan auf den Weg gemacht, Klimaschutzgemeinde zu werden. Nach der Zertifizierung mit dem European Energy Award 2014 und der Re-Zertifizierung 2017 hat die Stadt dieses Jahr erstmals die Kriterien für die Auszeichnung in Gold erfüllt.
   

Mengens Bürgermeister Stefan Bubeck präsentiert stolz den European Energy Award Gold. FOTO: KAESTLE
Mengens Bürgermeister Stefan Bubeck präsentiert stolz den European Energy Award Gold. FOTO: KAESTLE

Als Leuchtturmprojekt ist hierbei das Nahwärmekraftwerk an der Ablachhalle zu nennen, das eine Nahwärmeversorgung aus erneuerbarer Energie mit Holzhackschnitzeln für die historische Altstadt von Mengen bereitstellt. Baubeginn war im Jahr 2012, Inbetriebnahme 2013. Zwischenzeitlich sind bereits zehn öffentliche Gebäude (u. a. das Gymnasium Mengen, die Ablachhalle, das Rathaus Mengen, die Stadtbibliothek, das Rettungszentrum, das Kinderhaus Mühlgässle) sowie 120 Privathaushalte an das Netz angeschlossen, das über eine Leistung 3 500 MWh/Jahr verfügt.

Große Fortschritte wurden zudem bei der Erarbeitung eines Mobilitätskonzepts für das gesamte Stadtgebiet Mengen sowie beim Engagement für den fairen Handel (siehe vorhergehende Seite) gemacht. Erst vor wenigen Wochen wurde die Stadt Mengen als Fair Trade Stadt ausgezeichnet. „Ein herzlicher Dank an dieser Stelle allen Beteiligten dieser Prozesse und insbesondere den Mitgliedern des Energieteams für ihren unermüdlichen Einsatz. Wir und sie alle setzen sich dafür ein, dass die Stadt Mengen noch nachhaltiger wird“, sagte Bürgermeister Stefan Bubeck.
  

Der Preis

Der European Energy Award ist ein internationales Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsinstrument für kommunalen Klimaschutz, an dem aktuell 18 Nationen und mehr als 1700 Kommunen mit über 60 Millionen Bürgerinnen und Bürger teilnehmen. Eine Auszeichnung wird verliehen, wenn eine Kommune mehr als 50 Prozent aller möglichen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, zur Versorgung mit erneuerbaren Energien und zum Klimaschutz umsetzt. Setzt eine Gemeinde sogar mehr als 75 Prozent aller möglichen energie- und klimarelevanten Maßnahmen um, wird sie mit dem European Energy Award Gold ausgezeichnet.

Die „Gelbe Bestie“ verschlang sie (fast) alle

FOTOS: SCHWARZ
FOTOS: SCHWARZ

Auch wenn am Ende etwas die Luft ausging: Der FC Mengen legte eine traumhafte Vorrunde in der Fußball-Landesliga hin. Die ersten 13 Spiele wurden allesamt gewonnen, so dass der Südfinder den Kickern von der Ablach den Kampfnamen „Die gelbe Bestie“ verpasste. Die 13 Siege sollten allerdings die letzten bleiben. Mit der ersten Niederlage, dem 1:4 beim FV Ravensburg II (Fotos) begann ein Negativtrend, auch die nächsten drei Spiele konnte der FCM nicht mehr gewinnen. Die Niederlagen gegen die ärgsten Verfolger (Olympia Laupheim 1:3, FV Biberach 1:2) waren einmal verdient und einmal sehr unglücklich, überraschend aber nicht wirklich. Das 1:1 gegen den TSV Nusplingen dazwischen fühlte sich jedoch, auch wenn Stammkräfte fehlten, tendenziell enttäuschend an. Selbst vor dem Hintergrund, dass der FCM „in jedem Spiel, bis auf Weingarten“ (O-Ton Trainer Miroslav Topalusic) an seine Grenzen gehen musste.
  

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Der Vorrundenabbruch wegen Corona nach 17 Spielen verhinderte das letzte Spiel und raubte dem FCM so die Chance, sich mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause zu verabschieden. Das Spiel beim Tabellen-15. SV Ochsenhausen wird am 5. März 2022 nachgeholt. So überwintert der FCM mit 40 Punkten auf dem sehr guten 3. Platz. Nur die Topfavoriten der Liga, Biberach (43 Punkte) und Laupheim (42) rangieren knapp davor, der dritte Favorit, der FV Ravensburg II, mit 38 Punkten direkt dahinter. Dieses Umfeld hat sich der FCM redlich verdient und wird 2022 ganz sicher wieder angreifen. Aufstieg? Wenn es denn unbedingt sein muss. Die Verbandsliga spielt sich hauptsächlich im Raum Stuttgart ab. Das wären weite Reisen und keine Derbys.