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Bürgermeister Patrick Bauser: Sieg beim Stadtradeln! Altshausen ist bundesweit die Fahrradregion Nummer 1

  

Im Juli eröffneten Altshausens Bürgermeister Patrick Bauser und Lena Schuttkowski von der Regionalentwicklung Mittleres Oberschwaben e.V. (in Altshausen ansässig) die neue Pumptrack-Anlage in Altshausen. Dabei handelt es sich um eine spezielle Mountaibike-Strecke, auf der es darum geht, ohne zu treten, nur durch Hochdrücken des Körpers Geschwindigkeit aufzubauen. Kinder nutzten die hügelige Strecke schon während der Bauphase begeistert, ohne dass sie den Bauarbeitern dadurch in die Quere gekommen wären. Da ein Teil der Anlage von Sponsoren finanziert wurde, war es möglich, noch eine kleine Dirt-Bike-Strecke anzubauen, auf der es anstatt Kraft eher um Geschicklichkeit geht. Die Gemeinde Altshausen selber steckte rund 20 000 Euro in das Projekt. FOTOS: GEMEINDE ALTSHAUSEN/FAISST

In Altshausen ging dieses Jahr was. Bürgermeister Patrick Bauser freut sich über die Fertigstellung des bisher größten kommunalen Einzelbauvorhabens in der Gemeinde und im gemeindeverwaltungsverband. Auch der erneute Bundessieg im Stadtradeln war ein absolutes Highlight. Für 2022 hofft Patrick Bauser, dass die zwei geplanten großen Festakte stattfinden können.

Was waren aus Ihrer Sicht die drei Highlights 2021 in Altshausen?

Patrick Bauser: Trotz des erneut schwierigen Jahres gab es auch 2021 viele Lichtblicke. Ein Highlight war der Baubeginn für unseren Bürgersaal, auf den wir schon sehr lange warten. Inzwischen ist der Rohbau abgeschlossen und man kann schon erahnen, wie der Bürgersaal einmal aussehen wird. Wir freuen uns schon heute auf die vielen Veranstaltungen für Jung und Alt in diesem Saal, der mit ca. 4,5 Millionen Euro veranschlagt ist.

Ein weiteres Highlight war der erneute Sieg beim Stadtradeln in der Kategorie unter 10 000 Einwohnern. Es ist doch beachtlich, dass wir insgesamt 372 964 km geradelt sind und bei über 2100 teilnehmenden Kommunen erneut gewonnen haben. Bundesweit sind wir die Fahrradregion Nummer eins, wenn man die Kilometer pro Einwohner und unsere Nachbarkommunen Ebenweiler und Fleischwangen mit anschaut. Passend dazu konnten wir im letzten Jahr auch die Pumptrack-Anlage im Ried eröffnen, auf der nicht nur die jungen Fahrer viel Spaß haben.

Das dritte Highlight ist die Fertigstellung unseres neuen Fachraumzentrums für unsere Schulen am Ort. Der Bau war das bisher größte kommunale Einzelvorhaben in der Gemeinde bzw. im Gemeindeverwaltungsverband. In modernen Räumen mit neuester Technik kann den Kindern so in einer tollen Umgebung Wissen vermittelt werden. Die Fachräume und die Vorbereitungsräume sind sowohl für die Herzog-Philipp-Verbandsschule, als auch das Progymnasium. Ebenso haben die Schulleitung, Verwaltung und die Lehrer der Herzog-Philipp-Verbandsschule neue Räume erhalten.

Was werden aus Ihrer Sicht 2022 die beiden wichtigsten Ereignisse in Altshausen sein?

In einer Welt ohne das Virus wäre ein Höhepunkt sicherlich das OHA-Treffen, zu dem immer mehrere Tausend Hästräger und ebenso mehrere Tausend Besucher nach Altshausen strömen. Ebenso ist unser jährlicher Christkindlesmarkt ein absolutes Highlight. Doch da wir mit dem Virus leben müssen, werden diese Ereignisse zumindest nicht wie gewohnt stattfinden. Zum Einen hoffen wir, dass wir dennoch unser 25-jähriges Partnerschaftsjubiläum mit der ungarischen Partnerstadt Bicske feiern können und gemeinsam mit der Bevölkerung unsere Gäste begrüßen dürfen. Ebenso freuen wir uns auf einen gemeinsamen Festakt mit den Gemeinden des Gemeindeverwaltungsverbandes Altshausen. Dieser feiert 2022 sein 50-jähriges Bestehen. Ohne den Gemeindeverwaltungsverband Altshausen gäbe es die Gemeinden rund um Altshausen in der Form nicht mehr und einige wären der Gemeindereform 1974 zum Opfer gefallen. Durch den Gemeindeverwaltungsverband haben wir starke, selbstständige Gemeinden und können einige Aufgaben gemeinsam bündeln und bewältigen.

Corona hat uns zum Jahresende erneut im Griff. Müssen/ mussten wieder Weihnachts- und Neujahrsaktionen ausfallen? Oder kann/ konnte mehr stattfinden als vergangenes Jahr?

Leider hat die aktuelle Lage dazu geführt, dass unser Christkindlesmarkt erneut abgesagt werden musste. Zwar hätte dieser unter bestimmten Auflagen stattfinden können, allerdings wären die Beschränkungen doch so gravierend gewesen, dass keine Stimmung aufgekommen wäre und das Miteinander, was einen Weihnachtsmarkt ausmacht, wäre auch nicht möglich gewesen. Auch viele Vereinsveranstaltungen wie der Dorfcup, das Verbandspokalturnier, das Nikolausturnen oder das Kirchenkonzert des Musikvereins wurden leider abgesagt. Ebenso wurde bereits jetzt der Neujahrsempfang im Schloss abgesagt.

Was passiert nächstes Jahr mit der Fasnet, in welchem Umfang wird sie stattfinden können?

Es ist schwierig, bereits jetzt Prognosen für die Fasnet abzugeben und auch ich kann nicht in die Glaskugel sehen. Gleichwohl müssen letztlich irgendwann Entscheidungen fallen. Auch wenn ich selbst ein großer Fasnetsnarr bin, muss man hier schon realistisch sein. Aus jetziger Sicht kann ich mir absolut nicht vorstellen, dass die Fasnet nur annähernd so abläuft wie gewohnt. Eventuell sind einzelne Bausteine mit entsprechendem Konzept umsetzbar, aber wir brauchen uns keine Hoffnung auf große Umzüge machen.