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Einziger Bürgermeisterkandidat für Bodolz: Alle Gruppierungen unterstützen Eisenbach

Nach dem Tod von Christian Ruh will der Lindauer Kämmerer Bürgermeister von Bodolz werden

Felix Eisenbach will Bürgermeister von Bodolz werden. FOTO: ISA

ODOLZ - Felix Eisenbach ist der Bürgermeisterkandidat der Bürgerschaft Bodolz (BB), der Bodolzer CSU und der Unabhängigen Bürger Bodolz (UBB). Im Dezember haben ihn alle drei Gruppierungen aus dem Ort als ihren Kandidaten nominiert.

Nachdem sich die Gruppierungsspitzen bereits im Vorfeld auf den Kämmerer der Stadt Lindau als gemeinsamen Kandidaten geeinigt hatten, haben bei den Nominierungsversammlungen auch deren Mitglieder zugestimmt.

Felix Eisenbach ist bislang der einzige Kandidat für die Wahl am 20. Februar, und das bleibt er mit großer Wahrscheinlichkeit auch. Ohne die Unterstützung durch die örtlichen Gruppierungen müssten andere Bewerberinnen oder Bewerber sich 80 Wahlberechtigte als Unterstützer suchen und so eine eigene Liste aufstellen.

Wie die anderen Gruppierungen auch, muss der- oder diejenige bis zum 30. Dezember seinen Wahlvorschlag einreichen, der von zehn Wahlberechtigten unterzeichnet sein muss. Die 80 zusätzlichen Unterschriften kann er oder sie bis zum 10. Januar nachreichen.

Die Wahl ist nach dem überraschenden Tod von Bürgermeister Christian Ruh Ende Oktober notwendig geworden. Ruh war seit 2014 Bürgermeister von Bodolz und sehr beliebt. Bevor er in Bodolz zum Rathauschef gewählt wurde, war er Hauptamtsleiter in Lindau. Er wurde 60 Jahre alt und hinterlässt eine Frau und zwei Töchter. Barbara Baur


Nonnenhorner Bahnsteig umgebaut


NONNENHORN - Was wie ein Scherz klingt, ist in Nonnenhorn lange Zeit Realität gewesen: Manche Menschen mussten einen Schemel mitnehmen, um vom Bahnsteig in den Zug einzusteigen oder aus ihm herauszukommen. Denn der Abstand von der Bahnsteigkante in den Waggon betrug, je nach Zugart, bis zu einem halben Meter. Doch das hat nun endlich ein Ende.

Seit seiner Wahl 2008 hat Bürgermeister Rainer Krauß unzählige Briefe und E-Mails geschrieben, Bahnmitarbeiter zu Ortsterminen eingeladen – und wurde doch immer wieder vertröstet. „Erst gab es kein Geld, dann war mal ein Provisorium angedacht“, erinnerte er sich. Doch das Provisorium war irgendwann wieder vom Tisch. So richtig weiter ging es nicht.

Im September 2017 kam Bewegung in die Angelegenheit. Nachdem die LZ mal wieder über die Zustände am Nonnenhorner Bahnhof berichtet hatte, kam am nächsten Tag eine überraschende Mitteilung aus München. Darin sagte Verkehrsminister Joachim Herrmann eine Millionenspritze für den Ausbau des Nonnenhorner Bahnhofs zu.

Diesen August rückten die Baumaschinen an – mitten in der Hochsaison gab es am Bahnhof keine Parkplätze. Bereits nachdem die Arbeiten am Bahnsteig von Gleis zwei abgeschlossen waren, stellte Bürgermeister Krauß eine deutliche Verbesserung fest. Inzwischen sind die Arbeiten abgeschlossen.

Der Umbau kostet laut Bahn auf 3,4 Millionen Euro. Das Unternehmen setzt dafür neben Landesmitteln auch Fördermittel des Bundes für die Modernisierung des Bestandsnetzes ein. Die Gemeinde zahlt für den Umbau der Bahnsteige nichts, wie Bürgermeister Krauß sagt. Einzig neue Fahrradständer möchte er in nächster Zeit auf Kosten der Gemeinde anschaffen. (bbb)