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Ziehung, Biberschießen, Schützengutsle

Die Siegerinnen und Sieger der einzelnen Schulen ermitteln am Schützenmontag das Schützenkönigspaar beim Biberschießen. FOTO:S GERD MÄGERLE

Hellgoth Bedachungen

Während fast alle Programmpunkte, die das Biberacher Schützenfest ausmachen, auch 2021 ausfallen müssen, finden zwei Traditionsveranstaltungen statt, die das Wesen des Schützenfests als Kinder- und Heimatfest ausmachen: die Ziehung und das Biberschießen.

BIBERACH - „Die Kinder haben in den vergangenen Monaten der Pandemie auf so vieles verzichten müssen. Da sollen Ziehung und Biberschießen zumindest eine kleine Entschädigung sein“, sagt Rainer Fuchs, Vorsitzender der Schützendirektion. Stattfinden wird beides allerdings in etwas modifizierter und coronagerechter Form:

Ziehung: Die Ziehung als Moment vieler strahlender Kinderaugen ist eine der Veranstaltungen des Schützenfests mit langer historischer Tradition. „Ganz besonders freut es mich, dass es dem Plenum des Stiftungsrats und der zuständigen Kommission möglich war, meinem Wunsch und Vorschlag zu folgen, die Ziehung der Schülerinnen und Schüler der Biberacher Schulen auch in diesem Jahr nochmals in einer veränderten Form zu ermöglichen“, sagt Marcus Pfab, der mit Monika Lessmeister bei der Schützendirektion für die Ziehung verantwortlich ist. „Schließlich stecken ja auch in der Ziehung nicht unerhebliche finanzielle Mittel. Dankbar sind wir in diesem Sinne auch ganz besonders unseren treuen und langjährigen Spendern.“

So wurde ein Konzept für eine alternative Ziehung vorbereitetet. Dazu werden in den Schulen zunächst klasseninterne Ziehungen laufen, am tatsächlichen Ziehungstag (am 19. Juli nachmittags) wird dann zusätzlich und ähnlich wie vergangenes Jahr in der Schützenkellerhalle die Ziehung der Hauptpreise erfolgen. Stellvertretend für die Kinder werden dann durch die Schützendirektion die Hauptgewinne gezogen.

In diesem Jahr wird es auch so sein, dass alle Kinder, die in den Klassen 1 bis 7 an der Ziehung teilnehmen, etwas gewinnen. Unterschiedlich gestaffelte Eisgutscheine und für die Größeren noch zusätzlich Bibergutscheine werden in allen Klassen Schulen ausgelost. Unterstützt wird die Schützendirektion hierbei von den Biberacher Eisdielen.
     

Genaues Zielen mit der Armbrust ist erforderlich, will man beim Biberschießen erfolgreich sein.
Genaues Zielen mit der Armbrust ist erforderlich, will man beim Biberschießen erfolgreich sein.

Biberschießen: Nachdem die Biberscheiben im vergangenen Jahr ihre Ruhe vor den Bolzen der Schüler hatten, wird in diesem Jahr in veränderter Form ein Wettbewerb möglich: Die Schülerinnen und Schüler von zehn weiterführenden Schulen schießen auf den ausgewiesenen Übungsschießplätzen der Schulstandorte jeweils die Schulsiegerinnen und Schulsieger aus. Die Teilnahme daran ist für die Schülerinnen und Schüler freiwillig.

Am Schützenmontag, 19. Juli, heißt es ab 13.30 Uhr dann wieder „Bolzen frei“ am bekannten Schießplatz an der Jahnstraße. Um die Würde des Schützenkönigs und der Schützenkönigin 2021 zu erringen, versammeln sich die 20 besten Mädchen und Jungen der Schulen an gewohnter Stelle auf dem Gigelberg.

Neben der Kommission Biberschießen der Schützendirektion sorgen der Baubetriebshof, die Schützengilde Biberach und der Dollinger-Fanfarenzug für einen reibungslosen Wettbewerb und eine feierliche Siegerehrung. Darüber hinaus können sich die jeweils weiblichen und männlichen Klassenbesten nach Abschluss der Schulwettbewerbe über einen ordentlichen Schießbatzen von jeweils 15 Euro freuen. Dieser wird an den Schulen über die Klassenlehrkräfte ausgezahlt.

Schützengutsle: Auch im zweiten Pandemie-Schützenjahr sorgt Boehringer Ingelheim wieder dafür, dass bei Tausenden von Kindern und Jugendlichen die Schützengutsle ankommen – eine Tradition, die mitt lerweile seit 66 Jahren besteht. In den Anfangsjahren steckten die Gutsle noch in einfachen Baumwollsäckchen und wurden mit weißen und rosaroten Pfefferminzbonbons befüllt. Mitte der 1970er-Jahre gab es dann Plastikdosen in Form von Salbendöschen, die mit verschiedenen Schützenfestmotiven bedruckt waren. (gem)

Gut zu wissen

Seit 1996 werden aufgrund der Nachhaltigkeit und Wiederverwendbarkeit Weißblechdosen verschenkt, die aufgrund der grafischen Gestaltung durch Monika Uhlmann-Gindele im Lauf der Jahre zu echten Sammlerobjekten wurden. Das Motiv der heißbegehrten Dose 2021 wird allerdings an dieser Stelle noch nicht verraten.