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„Spaß an der Arbeit mit Menschen ist wichtig“

 

Doreen Huck verbringt gerne Zeit mit den Bewohner:innen. FOTO: PRIVAT 

Nach dem Schulabschluss fragen sich viele: Na, und jetzt? Um die richtige Antwort zu finden, kann ein FSJ, also ein freiwilliges soziales Jahr, helfen. Die 19-jährige Doreen Huck macht derzeit ein FSJ bei der Samariterstiftung Behindertenhilfe Ostalb und berichtet von ihren Erfahrungen.

Aus welchem Grund hast du dich für ein FSJ bei der Behindertenhilfe Ostalb entschieden?

Nach der Realschule habe ich schnell gemerkt, dass ich eher der Typ für einen sozialen Beruf bin. Durch meinen Freund kenne ich den Beruf des Heilerziehungspflegers bereits ein bisschen und mein Bekanntenkreis hat viel Gutes über die Samariterstiftung erzählt. Deshalb habe ich mich für ein Freiwilliges Soziales Jahr beworben.

Welche Aufgaben übernimmst du während deiner Arbeitszeit?

Wenn ich Frühdienst habe, beginnt mein Arbeitsalltag um 6 Uhr. Zuerst findet die Übergabe mit der Nachtschicht statt, danach wecken wir die Bewohner: innen. Wir unterstützen sie dann beim Fertigmachen für den Tag, also beispielsweise beim Waschen und Anziehen. Danach geht es zum Frühstück und zwischen 8 und 8.30 Uhr gehen sie zur Arbeit. Zwischen 9 und 15 Uhr findet dann die Tagesbetreuung statt.
 

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Der Spätdienst beginnt mit Kaffee und Kuchen sobald die Bewohner:innen von der Arbeit zurück sind. Zudem begleiten wir sie zu Arztterminen oder zum Einkaufen, ansonsten wird nachmittags gespielt. Nach dem Abendessen, das wir jeden Abend frisch kochen, unterstützen wir sie wieder beim Fertigmachen fürs Bett.

Meist haben wir geteilten Dienst. Das bedeutet, dass man den Früh- und Spätdienst übernimmt, in der Zwischenzeit hat man frei und kann private Dinge erledigen oder man ist in der Tagesbetreuung. Hinzu kommt die Arbeit an jedem zweiten Wochenende.

Was macht dir am meisten Spaß und was nicht?

Ich gehe sehr gerne mit den Bewohner:innen spazieren, rede oder spiele etwas mit ihnen. Die Coronapandemie hat die Kontaktmöglichkeiten der Bewohner: innen sehr eingeschränkt. Das kennt man ja vielleicht auch von sich selbst. Deshalb lege ich viel Wert auf den zwischenmenschlichen Kontakt. Der Wechsel von Spätdienst auf Frühdienst war sehr ungewohnt für mich.

Könntest du dir vorstellen, eine Ausbildung bei der Behindertenhilfe Ostalb zu machen?

Ja, wenn alles klappt, fange ich im September die Ausbildung als Heilerziehungspflegerin an. Die Ausbildung setzt ein Vorpraktikum in Form eines FSJ voraus, die Ausbildung an sich dauert dann drei Jahre.

Was braucht man deiner Meinung nach für ein FSJ bei der Behindertenhilfe Ostalb?

Ganz wichtig ist, dass man empathisch ist. Man muss Freude an der Arbeit mit Menschen haben, gerne Neues ausprobieren und im Team arbeiten. Auf der anderen Seite muss man auch Geduld mitbringen. FRANZISKA STÖLZLE