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Ein halbes Jahrhundert mit Leidenschaft für Autos im Dienst der Kunden


Gegründet haben Walburga und Eberhard Stapel das Autohaus 1971 an der Altheimer Straße - mit einer Tankstelle. FOTO: PRIVAT

RIEDLINGEN - Ein halbes Jahrhundert ist es nun her, dass Eberhard Stapel und seine Frau Walburga das Riedlinger Autohaus Stapel gegründet haben – damals nicht in der Robert-Bosch-Straße, wo das Unternehmen seit 1996 ansässig ist, sondern in der Altheimer Straße. Nach seiner Bundeswehrzeit machte sich der KFZ-Meister und gelernte Fahrlehrer mit einem Autohaus für Peugeot selbstständig. Den Betrieb, zu dem auch eine Tankstelle gehörte, stemmte er mit Hilfe seiner Frau und eines Angestellten. „Die Marke Peugeot haben wir von Anfang an geführt und tun das bis heute. 2003 kam Citroën dazu“, sagt Walburga Stapel, die ihren Sohn Uwe, der das Autohaus seit 2016 führt, gemeinsam mit ihrem Mann bis heute im Geschäft unterstützt. „Aber nur noch ,ehrenamtlich ´“, sagt sie und lacht.

Von 1971 bis 1974 hat sie sich um die Tankstelle gekümmert. Dann investierten Stapels in einen Neubau in der Daimlerstraße und zogen mit ihrem Unternehmen dorthin um. Alle drei Söhne, nämlich Uwe, Mike und Thomas Stapel, absolvierten in den 1980er-Jahren im elterlichen Betrieb eine Lehre zum KFZ-Mechaniker. Uwe Stapel blieb im Unternehmen und übernahm es 2016 schließlich von seinen Eltern, nach dem er 1991 seine Meisterprüfung absolviert und sich als ZDK-geprüfter Automobilverkäufer weiterqualifiziert hatte. Seine Brüder gingen beruflich andere Wege außerhalb des Autohauses.

Von 1984 bis 1996 befand sich die Werkstatt des Autohauses Stapel im Steinbruch und der Verkauf im Unterried. Doch wegen neuer Auflagen bezüglich Emissionen und fehlender Fläche zur Erweiterung des Betriebs entschlossen sich Eberhard und Walburga Stapel Mitte der 1990er-Jahre erneut, einen Neubau an einem anderen Standort errichten zu lassen und zogen mit ihrem Unternehmen 1996 an den heutigen Firmensitz an der Robert-Bosch-Straße. 2016 ließen sie dort wegen geänderter Auflagen des Fahrzeug-Herstellers PSA hinter dem bestehenden Gebäude einen Neubau mit Verkaufsbüros und einer größeren Ausstellungshalle errichten. Im selben Jahr überschieb das Ehepaar Stapel sein Unternehmen Sohn Uwe, der die Geschäfte seither leitet.

Von 1984 bis 1996 befand sich die Werkstatt des Autohauses Stapel im Steinbruch. FOTO: PRIVAT
Von 1984 bis 1996 befand sich die Werkstatt des Autohauses Stapel im Steinbruch. FOTO: PRIVAT

2013 ist Uwe Stapels Tochter Annina ins Familienunternehmen eingestiegen. Sie hatte zuvor eine Ausbildung zur Automobilkauffrau in Günzburg absolviert und 2018 berufsbegleitend eine Weiterbildung zur ZDK-geprüften Automobilverkäuferin. Heute leitet die junge Frau das Büro und den Service. Bis zu ihrem Einstieg ins Unternehmen hatte sich Annina Stapels Oma Walburga um das Büro gekümmert. „Im Laufe der Jahre haben wir im Büro und in der Werkstatt an die 50 Lehrlinge ausgebildet“, resümiert sie. In den 1980erund 1990er-Jahren hätten mitunter gar fünf Auszubildende gleichzeitig im Betrieb gelernt. Doch diese rosigen Zeiten seien vorbei. „Auch wir in den Autohäusern bekommen den Fachkräftemangel zu spüren“, sagt Annina Stapel. Heute würden sich weit weniger junge Menschen um eine Stelle als Kfz-Mechatroniker bewerben. Dennoch ist das Autohaus Stapel auch weiterhin Ausbildungsbetrieb für KFZ-Mechatroniker und Bürokaufleute.