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Krisenerprobtes Familienunternehmen mit 15 Mitarbeitern


Das Team des Autohauses Stapel blickt im Jahr des 50. Firmenjubiläums trotz Corona zuversichtlich in die Zukunft. FOTO: PR

Derzeit sind 15 Mitarbeiter im Autohaus angestellt. Die meisten sind schon lange im Betrieb und haben auch ihre Ausbildung bei der Firma Stapel gemacht. „Wir legen Wert darauf, dass sich unsere Mitarbeiter stets weiterbilden“, sagt Uwe Stapel. „Gerade auch bezüglich des Themas E-Mobilität, das immer wichtiger wird.“

In den vergangenen 50 Jahren haben Stapels ihren Betrieb stetig erweitert und modernisiert. Zuletzt haben Walburga und Eberhard Stapel 2009 eine Leicht-LKW-Halle für Transporter und Wohnmobile bis zu fünf Tonnen errichten lassen und 2016 eine neue Ausstellungshalle mit Verkaufsbüros. Derzeit werden E-Ladesäulen auf dem Firmengelände installiert, mit der Autos im Verkauf „betankt“ werden können, die aber auch die Kunden nutzen dürfen. Schließlich bietet das Autohaus Stapel seit vorigem Jahr den Peugeot e-208 und seit einem halben Jahr den e-2008 an. „Beide Modelle sind sehr gefragt“, sagt Annina Stapel. Seit dem vergangenen Jahr habe ihr Team bereits an die 50 Elektro-Autos verkauft.

Auch Hybrid-Autos seien begehrt. Bis 2025 wolle der Stellantis-Konzern alle Modelle von Peugeot und Citroën auch als Elektrofahrzeug vertreiben.

Das Team des Autohauses Stapel verkauft Neuwagen und junge Gebrauchtwagen der Marken Peugeot und Citroën sowie Gebrauchtwagen, die in Zahlung genommen worden sind. Bei Letzteren kann es sich auch um Fremdfabrikate handeln. Seit 2017 bietet das Unternehmen auch Roller von Peugeot zum Verkauf an.

Zu den Leistungen des Autohauses zählen Unfallabwicklung und -instandsetzung, Glasreparatur und Scheibenaustausch, Klimaservice, Reifen- und Räderservice, Haupt- und Abgasuntersuchungen, Mietwagen (auch Transporter und Neunsitzer), Inspektionen sowie Reparaturen aller Art. Außerdem kümmert sich das Unternehmen um die Aufbereitung von Fahrzeugen im Innen- und Außenbereich. Dafür hat Uwe Stapel in diesem Jahr extra einen Spezialisten eingestellt.

Das Firmengebäude an der Robert-Bosch-Straße, das Stapels 1996 haben errichten lassen (im Bild), ist heute mehrfach erweitert. FOTO: PR
Das Firmengebäude an der Robert-Bosch-Straße, das Stapels 1996 haben errichten lassen (im Bild), ist heute mehrfach erweitert. FOTO: PR

Die Coronakrise mit all ihren Einschränkungen und wirtschaftlichen Folgen ist nicht die erste Krise, die das Autohaus Stapel hinter sich gebracht hat. 2020 durfte wegen der Pandemie nur die Werkstatt geöffnet sein. „Wir haben schon mehrere Wirtschaftskrisen durchgemacht“, erinnert sich Walburga Stapel. Etwa die Hochzinsphase in den 1970er-Jahren mit bis zu 16 Prozent Zinsen bei der Baufinanzierung. Oder die Ölkrise mit Sonntagsfahrverbot als ungewöhnliche Sparmaßnahme. „Da durften am einen Sonntag nur Autos mit gerader Zahl auf der Nummerntafel fahren, am nächsten nur solche mit ungerader Zahl“, erzählt sie.

Auch mehrere Fusionen des Herstellers hat das Autohaus Stapel schon miterlebt – jedes Mal mit neuen Auflagen. Wie sich die Folgen der Coronapandemie auf das Autohaus und die gesamte Automobilbranche auswirken, ist noch nicht absehbar. Doch das Team bleibt zuversichtlich, hat es in den vergangenen 50 Jahren doch schon einige Krisen souverän gemeistert. Kristina Schmidl