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Lebensrettende Erstmaßnahmen

Im Rahmen eines Erste-Hilfe-Kurses wird auch die Reanimation bei Herzstillstand geübt. FOTO: FREDRIK VON ERICHSEN/DPA

Jeder, der den Führerschein gemacht hat, hat auch einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert. Die neun Unterrichtseinheiten, die zum Erwerb der Fahrerlaubnis notwendig sind, können in Notsituationen lebensrettend sein. Und dennoch hofft jeder Autofahrer, dieses Wissen nicht anwenden zu müssen. 

REGION – Bei allen Kursen, die man in seinem Leben besucht, erfährt man Wissen oder bestimmte Fähigkeiten und wünscht sich auch, dies anzuwenden. Beim Erste-Hilfe-Kurs ist dies anders. Als Führerschein-Anwärter hofft man, dass man nicht in die Lage kommt, das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Jeder ist verständlicherweise froh, seine Mitmenschen in gesundem Zustand anzutreffen.

Aber manchmal kann es schnell passieren, dass jemand in eine Notlage gerät, sei es durch eine Krankheit, einen Unfall oder ein Naturereignis.

Und genau dann ist es wichtig, Erste Hilfe zu leisten und eventuell ein Menschenleben zu retten. Dass der Kurs wahrscheinlich Jahre oder Jahrzehnte zurückliegt und das erlernte Wissen nicht abrufbar ist, erschwert den Helfenden die Situation und macht möglicherweise Angst.

Bevor der Notarzt eintrifft, sind Erste-Hilfe-Maßnahmen amVerletzten durchzuführen. FOTO: PATRICK SEEGER/DPA
Bevor der Notarzt eintrifft, sind Erste-Hilfe-Maßnahmen am
Verletzten durchzuführen. FOTO: PATRICK SEEGER/DPA

Aus diesem Grund empfehlen Hilfsorganisationen immer wieder eine Auffrischung der Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Manfred Rommel, Kreisausbildungsleiter beim Roten Kreuz Kreisverband Biberach, empfiehlt: „Eine Auffrischung etwa alle fünf Jahre wäre optimal. Es ergeben sich immer wieder Änderungen. So haben wir zum Beispiel jetzt die Kurse an Corona angepasst.“

Verwaltungsleiter Markus Grimm beim ASB Region Orsenhausen-Biberach ist der gleichen Meinung, dass man die Kurse immer wieder aktualisieren sollte und ergänzt: „Die Berufsgenossenschaft schreibt einen Kurs für betriebliche Ersthelfer alle zwei Jahre vor. Für diese Zielgruppe ist das ein guter Zeitrahmen.“

Und für Pflegemitarbeiter ist laut Roswitha Ruf, Geschäftsführerin beim ASB, sogar eine jährliche Auffrischungsschulung notwendig. eko