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Dank Stelzenlösung bleibt das bisherige Wegenetz erhalten


Das Modell zeigt es genau: Der Neubau (weiß) verbindet den Grundschulbereich (l.) mit dem Werkrealschulbereich (r.) der Herzog-Philipp-Verbandsschule. FOTO: CK

Sie waren ein wenig altersschwach geworden, die Fachräume der Altshauser Herzog-Philipp-Verbandsschule (HPV) und des Progymnasiums. Anstatt die Fachräume aufwendig zu sanieren und technisch höherwertig auszurüsten, beschloss der Gemeindeverwaltungsverband Altshausen 2017 – auch auf Empfehlung des Regierungspräsidiums – ein komplett neues Fachraum- und Verwaltungszentrum zu bauen. Trotz europäischer Ausschreibung des Großprojekts bekamen das Altshauser Architekturbüro Mohr den Zuschlag, weil es den pfiffigsten Entwurf lieferte. Nach langer Planungsphase und zweijähriger Bauzeit wird das neue Fachraum- und Verwaltungszentrum nun zum Schuljahresbeginn im September seinen Betrieb aufnehmen.
  


BAUR & GUT GmbH
Friedmann & Partner / Ingenieurbüro GmbH
Dipl.-Ing. M.+R. Mohr - freie Architekten


ALTSHAUSEN - Nach der Ausschreibung kam der Altshauser Architekt Marc Mohr mit dem pfiffigsten Vorschlag um die Ecke. In seinem Entwurf stellte er das Gebäude, das Grundschule und Werkrealschule (die beiden Schularten der Herzog-Philipp-Verbandsschule) verbinden sollte, auf Stelzen. „Das hat den enormen Vorteil, dass so das Wegenetz zwischen Bushaltestelle, Sportgelände, dem Mensabereich und den anderen Schulen erhalten bleibt“, erläutert der Geschäftsführer des Gemeindeverwaltungsverbandes Altshausen, Timo Egger.

Nicht nur die Schüler, auch die restliche Bevölkerung würde diese Wege nutzen, der Bereich zwischen Grund- und Werkrealschule sei also ein wichtiger Knotenpunkt. „Die anderen Entwürfe hätten diese wichtige gewachsene Wegebeziehung beendet. Deswegen bekam am Ende das Architekturbüro Mohr den Zuschlag, auch, weil die Stelzenlösung keine qualitativen Einbußen am Gebäude mit sich bringt. Das hatte wirklich nur er auf dem Schirm.“ Die Fläche unter den Stelzen dient gleichzeitig als neuer Pausenhof, der alte wurde abgerissen.

Barrierefreiheit

Ganz so weit ist er im Moment noch nicht: Die Visualisierung zeigt aber, wie der Neubau demnächst aussieht.Ganz so weit ist er im Moment noch nicht: Die Visualisierung zeigt aber, wie der Neubau demnächst aussieht.
Ganz so weit ist er im Moment noch nicht: Die Visualisierung zeigt aber, wie der Neubau demnächst aussieht.Ganz so weit ist er im Moment noch nicht: Die Visualisierung zeigt aber, wie der Neubau demnächst aussieht.

Das in Weiß gehaltene langgezogene Flachdachgebäude hat drei Stockwerke. Im nördlichen Teil sind laut Timo Egger die Fachräume für Biologie, Chemie und Physik samt den dazugehörigen Vorbereitungsräumen angesiedelt. Im Erdgeschoss gibt es zudem ein Multifunktionszimmer und einen Elternbesprechungsraum. Die HPV-Schüler werden künftig die Räume des zweiten Obergeschosses nutzen, die Progymnasiasten die im ersten Obergeschoss. Im südlichen Teil befindet sich der Verwaltungstrakt mit Lehrerzimmer, Rektorat, Sekretariat, Lehrervorbereitungsraum, Putzraum, Arztzimmer etc.

Wichtig: Ein zentraler Aufzug im Fachraum- und Verwaltungszentrum sorgt für absolute Barrierefreiheit auch in den Bestandsgebäuden, weil diese über Gänge mit dem Neubau verbunden sind.

Kletterwand kommt

Hipp: Auch eine Kletterwand soll noch an das Fachraum- und Verwaltungszentrum hin. Zudem ist ein Außenklassenzimmer geplant, das bei schönem Wetter genutzt werden kann.

Das neue Fachraum- und Verwaltungszentrum kostet laut Timo Egger etwas mehr als sechs Millionen Euro. „Zuschüsse vom Land wird es geben, die werden aber gerade aktuell anhand der Schülerzahlen berechnet, so dass im Moment noch nicht klar ist, wieviel das sein wird.“ Von dem, was für die elf Verbandsgemeinden übrigbleibt, wird die Gemeinde Altshausen den weitaus größten Brocken stemmen müssen. CHRISTIAN SCHWARZ
  

Grußwort

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Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Schülerinnen und Schüler,

wir freuen uns alle sehr, dass nach einer langen Planungs- und Abstimmungsphase und darauffolgender über zweijähriger Bauzeit der neue Fachraumkomplex im Bereich der Herzog-Philipp-Verbandsschule nun endlich fertiggestellt wird. Ab dem neuen Schuljahr können unsere Schülerinnen und Schülern sowie die Lehrerschaft unsere Schule in Betrieb nehmen und mit Leben ausfüllen.

Im neuen Fachraumzentrum sind sowohl für die Herzog-Philipp-Verbandsschule, als auch das Progymnasium modern ausgestattete Räume für Chemie, Physik oder Biologie. Mit den neuen Fachräumen können wir am Schulstandort Altshausen das bereits seit Jahren existente vielseitige Angebot an verschiedenen Schularten nicht nur im Hinblick auf die Erweiterung in raumtechnischer Hinsicht, sondern vor allem auch in qualitativer Hinsicht deutlich steigern.

Mit der Fertigstellung des neuen Fachraumzentrums können wir unserer Schüler- und Lehrerschaft neue helle Fachräume zur Verfügung stellen, die technisch und digital auf dem neusten Stand sind und ein zeitgemäßes Lernen/ Lehren auf hohem Niveau ermöglichen. Die bisherigen Fachräume im Bereich des Progymnasiums sowie der Herzog-Philipp-Verbandsschule waren, baulich und vor allem technisch gesehen, in die Jahre gekommen. Mit dem neuen Fachraumzentrum konnten die Schulträger beider Schulen einvernehmlich ein fortschrittliches und zukunftsfähiges Konzept entwickeln, welches eine gemeinschaftliche Nutzung der Fachräume ermöglicht und sicherstellt, dass auch den örtlichen/regionalen Schul-Kooperationspartnern im Dienstleistungs- und Produktionsbereich im Bereich des Gemeindeverwaltungsverbands Altshausen weiterhin qualifizierte Schulabgänger* innen für Ausbildung und Lehre zur Verfügung stehen.

Neben der Schaffung neuer Fachräume konnten im neuen Gebäudetrakt auch für die Schulleitung und Lehrerschaft der Herzog-Philipp-Verbandsschule zeitgemäße neue Büro- und Lehrerräume geschaffen werden, die ebenfalls aufgrund des stetigen Wandels im Bereich der schulischen Bildungslandschaft erforderlich waren.

Mein Dank gilt an dieser Stelle allen an der Konzeption, Planung und am Bau beteiligten Partnern und Firmen, die dafür gesorgt und uns unterstützt haben, dass das neuen Fachraumzentrum am Standort Altshausen zum nächsten Schuljahr in Betrieb gehen kann. Ein besonderer Dank geht an die Mitglieder des Bauausschusses, die Schulleiter und die Architekten, die in vielen Sitzungen zum Gelingen dieses Großprojektes beigetragen haben und insbesondere allen Gemeinden im Gemeindeverwaltungsverband Altshausen.

Ich wünsche allen Nutznießern des neuen Gebäudekomplexes für die Zukunft alles Gute und den Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern viel Freude an den neuen Räumlichkeiten.

Patrick Bauser
Bürgermeister und Verbandsvorsitzender