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Viele arbeiten mit Leidenschaft

Unternehmen sollten kreative und junge Stellenausschreibungen entwerfen

Viele Betriebe suchen jetzt auch KöchInnen. Der Job ist abwechslungsreich. Fotos: cb

„Klar ist: Köchinnen, Kellner & Co. freuen sich darauf, endlich wieder Gäste empfangen zu können. Viele arbeiten mit großer Leidenschaft im Service. Auf diese Motivation können die Betriebe bauen", so NGG-Vorsitzender Guido Zeitler.

LANDKREIS - Hinzu kommt: Im Gastgewerbe lockt das Trinkgeld. Viele Gäste sind durchaus bereit, ein paar Cent mehr für die Tasse Kaffee zu bezahlen – gerade jetzt, wo den Menschen bewusst geworden ist, dass der Besuch im Stammlokal ein entscheidendes Stück Lebensqualität ist.

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Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit beschäftigte das Hotel- und Gaststättengewerbe zum Jahreswechsel 1,39 Millionen Menschen. Genau ein Jahr zuvor – vor Ausbruch der Coronavirus-Pandemie – waren es noch 1,66 Millionen. Damit haben innerhalb von zwölf Monaten 16,5 Prozent der Beschäftigten die Branche verlassen.

Die Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg hat Ratschläge, was Betriebe nun tun können, um ihren Fachkräftebedarf zu decken. Wichtig sei die Personalentwicklung und Mitarbeiterförderung im eigenen Haus. „Wer die Potenziale von den Beschäftigten erkennt, kann sie über das Qualifizierungschancengesetz gegebenenfalls zur Fachkraft qualifizieren, sofern sie das nicht schon sind“, sagt der Teamleiter des Arbeitgeberservices Franz Schairer.


Gerade jetzt sitzt das Trinkgeld locker


Ein weiterer Tipp sind die Stellenausschreibungen, die möglicherweise noch attraktiver gestaltet werden können. Schairer: „Sie sollten sich vom Standard abheben, „kreativ und jung“ gestalten werden. Vorteilhaft ist zudem, wenn man Angebote hinzufügt wie etwa Jobrad, ein Monatsabo oder Fahrkarten für die öffentlichen Verkehrsmittel.“

Der Dauerbrenner sei es, der Fachkraft als Arbeitgeber Unterkunft und die Verpflegung im Betrieb anzubieten.