Sharity.net: Soziales Netzwerk für gute Zwecke

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Schwäbische Zeitung

Hasskommentare, Fakenews und virtuelles Mobbing sind in den sozialen Medien an der Tagesordnung. Da kann man Alexander Funk nur wünschen, dass sein Projekt, mit dem er im Februar frisch an den Start gegangen ist, von Erfolg gekrönt sein wird. Denn er hat ein soziales Netzwerk ersonnen, in dem soziales Engagement im Vordergrund steht und belohnt wird.

Projekte, die der Community gefallen, erhalten „Hearts“ (Herzen) von den Nutzern, die auch noch bares Geld wert sind. Immerhin 50 Cent wechseln mit jedem Like den Besitzer. Die User müssen sich natürlich vorab eine Portion „Hearts“ kaufen, damit sie diese verteilen können. Funk will sicherstellen, dass alles mit rechten Dingen zugeht und nur soziale Projekte und „gemeinnützige Heldentaten“ eingestellt werden können, damit niemand für seine privaten Zwecke sammelt. Das System ist in Stufen aufgebaut: Man kann bis zu drei Projektziele anlegen. Funk erklärt es so: „Wurde eines der Ziele erreicht und durch einen Fortschrittspost bestätigt, kann ein neues Spenden-Ziel hinzugefügt werden.“ Damit sei eine langfristige und nachhaltige finanzielle Unterstützung möglich.

Funk, der nach eigenen Angaben bereits mit 15 Jahren seine erste erfolgreiche Firma gegründet hat, will alsbald mit Werbung Geld verdienen und ist auf der Suche nach Investoren. Er ist sich sicher, dass seine Mischung aus Crowdfounding-Plattform für gute Zwecke und sozialem Netzwerk gute Chancen hat, weil sie in seinen Augen einzigartig ist. Man kann Sharity.net mit im Prinzip nicht richtig mit anderen Netzwerken vergleichen. Trotzdem sieht Funk in Facebook seinen größten „Konkurrenten“. Apropos: Auch Funk steht vor einer ähnlichen Herausforderung wie die Mutter aller sozialen Netzwerke, die gerade heftig in der Kritik steht wegen des Umgangs mit Nutzerdaten. „Die Datenschutz-Grundverordnung ist unsere größte Sorge“, teilt der 23-Jährige aus Tannhausen (Kreis Ravensburg) mit. Er habe aber bereits ein spezialisiertes Anwaltsbüro engagiert.

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