Klettern ohne Gurt und Seil: Die blöckle Boulderzentrum Ravensburg GmbH

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 Die Boulderhalle „blöckle“ in Ravensburg ist immer gut besucht.
Die Boulderhalle „blöckle“ in Ravensburg ist immer gut besucht. (Foto: dav)
Elke Oberländer

Ihre Hobbies sind Klettern, Mountainbiken, Skitouren und Wandern. Die Liebe zu den Bergen hat Janett und Tobias Menzel an den Bodensee geführt. Auf der Suche nach Trainingsmöglichkeiten stellten sie dann fest, dass es in der Region noch keine moderne Boulderanlage gab. 2015 haben die beiden in Ravensburg die Boulderhalle „blöckle“ eröffnet.

Bouldern ist Klettern ohne Gurt und Seil an bis zu viereinhalb Meter hohen Kletterwänden. Wem dabei die Kraft ausgeht, der lässt sich einfach auf die dicken Weichbodenmatten fallen. Zum Bouldern sind keine Vorkenntnisse und auch kein Kletterpartner nötig. Die Kletterschuhe kann man in der Halle ausleihen. Im Boulderzentrum „blöckle“ gibt es auf 650 Quadratmeter Wandfläche rund 150 Kletterrouten unterschiedlicher Schwierigkeit, die regelmäßig geändert werden. So findet jeder seine Herausforderung, vom Anfänger bis zum Leistungssportler.

Das Gründerpaar kommt ursprünglich aus einem ganz anderen beruflichen Umfeld: Janett Menzel (39) ist Diplom-Betriebswirtin, Tobias Menzel (35) Hardwareentwickler. Ihr Boulder-Unternehmen muss für Hallenmiete und Personal hohe Fixkosten aufbringen. Das haben sie nach eigenen Angaben aber gut im Griff. Ihnen bleibt genügend Luft für Investitionen. Eine der ersten Anschaffungen nach der Gründung war eine neue Espressomaschine, berichten sie, um im Hallenbistro richtig guten Kaffee anbieten zu können.

Wichtig war ihnen von Anfang an, dass sich in der Boulderhalle jeder wohl fühlt, unabhängig von Können, Aussehen und Alter. Bouldern boomt und es kann gut sein, dass in den nächsten Jahren weitere Boulderhallen in der Region eröffnen. Angst vor der Konkurrenz haben die Gründer jedoch nicht. Denn je bekannter der Sport wird, umso stärker wächst auch ihre Zielgruppe, sagen sie. Die meisten Neukunden gewinnt ihr Unternehmen über Mundpropaganda. Außerdem sind die Gründer auf Facebook präsent, betreiben eine Webseite, unterstützen den Schulsport und werben auf Studentenpartys.

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