Malermeister Hieble gewinnt Gründerpreis

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Christian Hieble (Mitte) hat am Donnerstagabend in Ravensburg den Gründerpreis von Schwäbisch Media gewonnen.
Christian Hieble (Mitte) hat am Donnerstagabend in Ravensburg den Gründerpreis von Schwäbisch Media gewonnen.  (Foto: Rasemann)
Schwäbische Zeitung

Das Unternehmen Malerhandwerk Hieble hat am Donnerstagabend in Ravensburg den Gründerpreis von Schwäbisch Media gewonnen. In seiner Festrede im Medienhaus lobte Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, alle Bewerber: „Wir brauchen mehr Menschen wie Sie, die einfach ins kalte Wasser springen.“ 48 Firmen aus der Region hatten sich bei der siebten Ausgabe des Gründerpreises beworben. „Sie alle sind Vorbild für Gründungswillige und ihre guten Beispiele sorgen für hoffentlich viele Nachahmer“, sagte Oettinger.

Gewinner Christian Hieble arbeitet mit seinem Lindauer Unternehmen Malerhandwerk Hieble daran, mit ökologisch wertvollen und umweltfreundlichen Materialien das Image des reinen Anstreichers abzulegen. Kurt Sabathil, Geschäftsführer von Schwäbisch Media, übergab die Gründerpreis-Trophäe vor mehr als 200 geladenen Gästen an Hieble und lobte dessen Risikofreudigkeit und Beharrlichkeit. „Damit es unserer Wirtschaft im Südwesten weiterhin gut geht, brauchen wir Leute wie Sie, die den Mittelstand mit Ihren Ideen und Projekten vorantreiben.“

Die 25-köpfige Fachjury, bestehend aus namhaften Vertretern der regionalen Wirtschaft aus verschiedenen Landkreisen, Positionen und Branchen, vergab den zweiten Preis an Steamdrive. Das Heidenheimer Unternehmen wurde 2013 von Jürgen Berger und Heinz Tengler gegründet und verfolgt das Ziel, die in der Abwärme von Verbrennungsmotoren und industriellen Anlagen enthaltene Energie zurückzugewinnen und erneut nutzbar zu machen.

Den dritten Preis erhielten Torben Götz, Maria Cervantes und Sanya Zillich für die Gründung von Vida Eat Different. Die drei Jung-Unternehmer wollen den Fast-Food-Markt mit biologischen und nachhaltigen Produkten revolutionieren. Das Konstanzer Unternehmen überzeugte zudem die Mehrheit der Leser der „Schwäbischen Zeitung“ von sich. Bei der Online-Abstimmung zum Publikumspreis erhielten sie die meisten Stimmen.

Der Sonderpreis der Jury ging in diesem Jahr an die Festspiele Burgrieden – eine Freilichtbühne, die Karl-May-Abenteuer zeigt. Das große persönliche Engagement, besonders von Gründerin Claudia Huitz, und der kulturelle Mehrwert für die Region waren ausschlaggebend für diese Entscheidung, so die Jury. „Sie, wie alle anderen Ausgezeichneten, haben sich den Erfolg hart erarbeitet“, lobte Oettinger abschließend.

Für den Gründerpreis von Schwäbisch Media hatten sich in diesem Jahr 48 Unternehmen aus elf Branchen und zwölf Landkreisen zwischen Ostalb und Bodensee, Schwarzwald und Allgäu beworben. Der Preis ist mit insgesamt 21000 Euro dotiert und wird seit sieben Jahren verliehen.

Malerhandwerk Hieble aus Lindau gewinnt Gründerpreis

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