Das Mietwerk: Anette Papke eröffnet ein Hostel in Lindau

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„Mehr als nur ein Bett“
Schwäbische Zeitung
Gerhard Mauerer

Jahrelang organisierten Aurel Sommerlad, 26, und seine Partnerin Anette Papke, 42, Kinder- und Jugendfreizeiten im Bodenseegebiet. „Dabei merkten wir, wie schwierig es ist, günstige und gleichzeitig hochwertige Unterkünfte zu finden“, sagt Sommerlad. „Wir entschlossen uns dazu, etwas eigenes aufzumachen“. Am 14. Juli, rund dreieinhalb Jahre, nachdem der Entschluss gefasst wurde, wird es so weit sein: „das mietwerk / Hostel Lindau“ eröffnet.

Obwohl die Gründer ihre Herberge im Low-Budget-Bereich ansiedeln, lautet die Firmenphilosophie: „Mehr als nur ein Bett!“. Getreu diesem Motto haben sich Sommerlad und Papke einiges für ihre Zielgruppe – junge Erwachsene, Radreisende, Familien und Rucksacktouristen - einfallen lassen, das ihr Hostel von kahlen Jugendherbergen abhebt. „Das pulsierende Herzstück unseres nachhaltig und weitgehend ökologisch geführten Hauses wird die gemütliche Lobby sein, in der die Gäste unter anderem eine Bücherei, Musik, Info-Material, Billard und die Möglichkeit zum Informationsaustausch erwarten“, sagt Sommerlad. Zudem bietet „das mietwerk“ Barrierefreiheit, Küche, Waschsalon, Meditationsraum sowie eine Fahrradwerkstatt. Die Gäste können aus 4-6-Bettzimmern, 2-Bett-Zimmern sowie Familienzimmern ihre passende Unterkunftsart wählen. „Wenig Geld, viel Komfort“, fasst Sommerlad zusammen.

In der Vorbereitungsphase kündigten Sommerlad und Papke ihre Jobs und konzentrierten sich voll auf das Hostel. Die Vorbereitung zogen sie zu zweit durch, die Einstellung von drei bis vier Aushilfskräften ist für den Hostel-Betrieb geplant. Ihre Chancen bewerten die Gründer als gut. „Wir gehen von einer guten Auslastung aus, auch, weil unser Konzept in Lindau Alleinstellung genießt“, sagt Sommerlad. Hoffnung macht den Gründern auch, dass bereits vor der Eröffnung Buchungen für die 18 Zimmer vorliegen. Warum sie den „Gründerpreis der Schwäbischen“ bekommen sollen? „Weil wir durch unser zeitgemäßes, ökologisches und kommunikatives Konzept eine Lücke im touristischen Angebot der Region schließen und eine neue Zielgruppe ansprechen, nämlich junge und unkomplizierte, moderne Gäste“, sagt Sommerlad.

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