Carbunus bietet Werbung zum Anfassen

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Kurt Schauer

Die Werbeagentur Carbunus bewirbt sich um den „Gründerpreis der Schwäbischen“. Das kleine Unternehmen aus Wangen im Allgäu ist vor gut zwei Jahren gegründet worden und blickt sehr selbstbewusst in die Zukunft.

Für Carbunus-Chef Kurt Schauer war die Gründung seines Unternehmens im Januar 2008 „fast schon Routine“. Denn der 41-jährige Wangener hat bereits große Erfahrung als Unternehmer – seit fast 18 Jahren leitet er die Werbeagentur Kaos. Da Kaos aber rein auf kreative Inhalte und digitale Produkte wie etwa Internetseiten spezialisiert ist, schlummerte in Schauer schon seit längerem der Gedanke, eine zweite Agentur aus dem Boden zu stampfen. Diese sollte auf die Konzeption und Produktion von Werbemitteln und –artikeln fokussiert sein. „Wir bieten alles, was man anfassen kann“, verdeutlicht Schauer das Angebot von Carbunus, das sich ideal mit dem der Agentur Kaos ergänze. Die Produkte der Wangener reichen von einfachen Kugelschreibern und Schlüsselanhängern bis zu groß angelegten Werbesendungen und aufwändigen Präsentationsdisplays – etwa für Messen. Sogar Pkw- und Lkw-Beschriftungen bietet Carbunus an.

Die ersten beiden Geschäftsjahre seien „sehr gut“ gelaufen, berichtet der gelernte Schriftsetzer-Meister, der sich vor fast zwei Jahrzehnten „aus der Not heraus“ selbstständig gemacht hatte. So schwierig der Anfang mit Kaos damals auch gewesen ist, so „einfach“ klappte der Start mit Carbunus. Das lag freilich auch daran, dass Schauer nicht ganz bei null anfangen mussten. Denn da zeitgleich zu seinen Gründungsplänen ein befreundeter Unternehmer aus seinem Geschäft aussteigen wollte, konnte Schauer für seine Zweitagentur nicht nur den etablierten Firmennamen und eine Mitarbeiterin übernehmen, sondern auch gleich einen „gewissen Kundenstamm“. Mittlerweile arbeiten bei Carbunus vier Menschen – inklusive Schauer. Der Umsatz lag 2009 bei rund 833000 Euro, im laufenden Jahr soll er auf mehr als 900000 Euro ansteigen. Mindestens eine weitere Stelle werde 2010 geschaffen.

„Wir haben tolle Ideen und sind flexibler und schneller als andere“, nennt Schauer als Hauptgründe für seinen Optimismus. Zudem sei man nach wie vor in einer Wachstumsbranche aktiv. Die Wirtschaftskrise spüre man nicht – eher im Gegenteil, nicht wenige Unternehmen verstärkten sogar ihr Werbeengagement. Wachstum erhofft sich der Unternehmer etwa von Innovationen wie Laserdruck-Kuverts für Werbesendungen oder „Blätter-pdfs“. Das sind pdf-Dateien, die sich online wie Papierbroschüren durchblättern lassen – ideal etwa Reiseprospekte oder auch Ersatzteil-Kataloge. Weitere Ideen hat Schauer noch im Köcher. Und der erfahrene Allgäuer weiß, worauf es als Gründer ankommt: „Man muss sich auf sich selbst verlassen können, braucht den Rückhalt der Familien – und einen guten Steuerberater.“

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