BUXandSOX: Socken für die gute Sache

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Sonja Beutel
Sonja Beutel (Foto: Privat/BUXandSOX)

Bad Saulgau (schr) - Der kleine Thomas klingelt bei seinen Nachbarn und hat die Freche Frida mit dabei. Nun muss man wissen, dass es sich dabei um eine Packung Socken handelt und die Aktion unterm Strich der Klassenkasse dient. Thomas könnte ein Junge im Kreis Sigmaringen sein, der Socken, Bücher oder Shorts an Bekannte, Verwandte oder Freunde verkauft. 15 Euro kostet eine Box mit Socken, vier Euro davon gehen als Spende an die Schüler, um zum Beispiel den nächsten Ausflug zu finanzieren. Diese Fundraising-Idee stammt von Gründerin Sonja Beutel. Zusammen mit zahlreichen Schulen hat sie nach eigenen Angaben bereits 40000 Boxen mit insgesamt 150000 Paar Socken in den Landkreisen Biberach, Ravensburg und Sigmaringen an den Mann gebracht. Die beteiligten Klassen haben dabei eine sechsstellige Summe für ihre Bedürfnisse eingespielt. Und das alles innerhalb von zwei Jahren. So lange besteht BUXandSOX nämlich. Bereits im ersten kompletten Geschäftsjahr 2016 sei sie in der Gewinnzone gewesen. Dabei betreibt Sonja Beutel ihre Firma nur im Nebenerwerb. Sie arbeitet hauptberuflich in einer Bank, möchte sich aber alsbald voll auf ihre Gründung konzentrieren und das Geschäft deutlich ausbauen. „Es gibt in Deutschland rund 50000 Schulklassen und 60000 Vereine beziehungsweise Jugendverbände, die regelmäßigen Finanzbedarf haben“, schreibt sie in ihrer Bewerbung. Außerdem ist sie sicher, dass die Abnehmer den Schülern nicht nur einen Gefallen tun wollten, sondern „wirklich Bedarf“ an Socken und Shorts hätten. Hinzu käme der Effekt, mehrere gute Taten zu vollbringen. Schließlich sind auch die OWB Bad Saulgau involviert, die Menschen mit Behinderung beschäftigt. Im Auftrag von Sonja Beutel falten, bekleben und befüllen dortige Mitarbeiter die Boxen. Welche Risiken eine Neugründung haben kann, hat die Saulgauerin bereits erlebt. Aufgrund einer drohenden Markenrechtsklage musste sie den Namen ihrer Firma von SOXandBUX in BUXandSOX ändern. „Dies war ein sehr kostspieliger und aufwändiger Prozess in der Gründerphase.“ Sie habe gelernt: „Kleinste Fehler werden hier zum Risikofaktor.“

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