Die Folge über die unglückliche Kindheit der Rechten

Digitalredakteurin
Schwäbische Zeitung

Andrea Pauly im Gespräch mit Dr. Herbert Renz-Polster

"Niemand wird geboren, um einen anderen Menschen zu hassen" - das hat einst Nelson Mandela gesagt, und auch Dr. Herbert Renz-Polster aus Vogt ist davon absolut überzeugt. Der Kinderarzt und Autor hat sich in verschiedenen Büchern damit beschäftigt, was Kinder brauchen, um sich zu starken, freien und glücklichen Persönlichkeiten entwickeln zu können. Doch was geschieht, wenn Kinder sich eben nicht in einem liebevollen, unterstützenden Umfeld entwickeln dürfen, wenn Kindheit von Strenge, Kontrolle, Gewalt, Verständnislosigkeit, Angst und fehlende Nähe geprägt ist? Im Podcast spricht der Facharzt und Wissenschaftler Dr. Herbert Renz-Polster nicht nur darüber, wie Eltern bei mit Spinat werfenden oder nicht schlafenden Kindern umgehen sollten. Es geht vor allem darum, das Kinder in autoritären Elternhäusern unbewusst abspeichern, dass es nur eine Chance auf Stärke gibt: indem sie sich einem anderen unterordnen. Im Gespräch geht es um die "Bannerträger" der rechtspopulistischen Parteien, um die Frage, warum gerade Männer mittleren Alters und Menschen in den ostdeutschen Bundesländern eher für Rechtspopulismus offen sind und um die Frage, ob alle Rechtspopulisten und Nazis eine unglückliche Kindheit hatten. „Erziehung prägt Gesinnung“ (314 Seiten, 20 Euro), ISBN: 978-3-466-31116-3