Kurzgeschichte

Von Schnuppi und anderen Tieren

Westerheim / Lesedauer: 3 min

Astrid M. Helmers liest am Donnerstag im Alten Rathaus in Laichingen aus ihren Kurzgeschichten
Veröffentlicht:31.05.2016, 09:42
Aktualisiert:23.10.2019, 15:00

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Die Geschichten sind ihr so nebenbei eingefallen. Immer wieder habe sie Ideen und Anregungen aufgeschnappt. Herausgekommen sind insgesamt 32 heitere Kurzgeschichten, die in dem 181 Seiten umfassenden Taschenbuch mit dem Titel „Schnuppi, der Hund“ zusammengefasst sind. Astrid M. Helmers aus Westerheim hat nach ihren zwei Romanen nun einen Band mit heiteren Geschichten herausgebracht.

Ihr drittes Werk stellt die Autorin aus Westerheim am Donnerstag, 2, Juni, um 19.30 Uhr im Alten Rathaus in Laichingen bei einer Lesung vor, die unter dem Titel „Humor mit Mensch und Tier“ steht. Denn auch Tiere kommen in ihren Kurzgeschichten zu Wort, so etwa „Schnuppi, der Hund“, die Lieblingsgeschichte der Westerheimerin in ihrem Buch. Da wird lustig aufgezeigt, was der kleine Kerl so über sein Frauchen denkt. Schnuppi sitzt in einer Wirtschaft unter der Bank und kommentiert treffsicher die Geschehnisse um sich herum.

„Das Leben besteht aus vielen Facetten. Das wird in meinen Geschichten zu allerlei Themen deutlich“, erklärt Astrid Helmers , die gut und gerne noch weitere 15 Geschichten in dem Buch hätte unterbringen können. „An Ideen und Einfällen hapert es nicht“, erzählt sie. Das bestätigt auch ihr Ehemann Dietmar Helmers: „Ihre Phantasie ist unglaublich. Da muss ich nur so staunen.“

Doch nicht nur erfunden sind ihre Kurzgeschichten, in den meisten steckt ein Kern Wahrheit. Lebenserfahrungen, Erlebnisse, Anekdoten und interessante Beobachtungen verarbeitete sie in ihren Erzählungen von Menschen über Menschen. „Realistisch aus dem Leben gegriffen“ seien sie und handeln von bösen wie von guten Leuten in allerlei Lebenssituationen. In jeder ihrer Geschichten, ob tierische oder menschliche Erlebnisse, hat die Autorin einen Funken Wahrheit versteckt. Der Leser wird erkennen, dass ihm dies oder das auch schon mal passiert ist.

Auf 32 lustige, fröhliche, aber auch besinnliche und nachdenklich stimmende Kurzgeschichten dürfen sich die Leser in dem im Aquensis-Verlag erschienen Buch freuen. Spannend wie witzig und lehrreich sind die Kurzgeschichten, und das in einer klaren und pointierten Sprache. Astrid Helmers wirft in den Erzählungen einen liebevollen Blick auf die Seelen von Mensch und Tier und verneigt sich vor dem Alltäglichen, das eben das Leben ausmacht und ihm einen besonderen Zauber verleiht. „Tiere ticken wie Menschen“, glaubt Astrid Helmers.

Ganz in Rosa gehalten ist das Titelblatt des Buches, auf dem „Schnuppi, der Hund“ seinem Frauchen mit langen Beinen zu Füßen steht, seine lange Leine im Mund haltend. Er ist der Titelheld des Werks. Doch alle ihre Kurzgeschichten mag sie. Schon die einzelnen Titel verweisen auf die Vielfalt der Themen und die vielen Orte, an denen die Erzählungen spielen.

Wunderbar als Bettlektüre sei ihr Buch geeignet, meint die Westerheimerin - zurecht. Und bei der Bettlektüre führt sie ihre Leser in viele Ecken der Welt. Bewusst habe sie zwischen ihren zwei ernsten Romanen „Der Kommunismus im Teufelsfrack“ und „Narben der Vergangenheit - eine deutsches Familienschicksal“ eine leichtere Lektüre geschoben - zum Entspannen und Lachen.

Schreiben wird Astrid M. Helmers auch in Zukunft. Weitere Kurzgeschichten verfasst sie so nebenher. Doch ihr Augenmerk gehört bereits ihrem dritten Roman mit dem Titel „Power-Frau“, in dem sie das Leben einer Geschäftsfrau beschreibt, die sich in den 1970er-Jahren in der Männerwelt behaupten und durchbeißen musste. „Ein komplexes Thema mit 500 bis 600 Seiten“, verrät sie schon mal.

Die Autorenlesung mit Astrid M. Helmers aus Westerheim ist am Donnerstag, 2. Juni, um 19.30 Uhr im Alten Rathaus in Laichingen in der Weite Straße. Sie liest Kurzgeschichten aus ihrem neuen Buch „Schnuppi, der Hund“ vor. Sekt und Gebäck runden den Leseabend ab. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.