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Vorstandschaft

Neue Vorstandschaft bei der Musikkapelle Westerheim

Westerheim / Lesedauer: 5 min

Generationenwechsel in der Vorstandsetage: Das planen die Westerheimer Musiker für dieses Jahr
Veröffentlicht:31.03.2022, 22:56

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Die Wahlen waren das Hauptthema auf der Generalversammlung der Musikkapelle Westerheim. Auch dieses Mal nicht wie gewohnt im Musikerheim – Corona und die damit zusammenhängenden Regeln verlangten mehr Platz für die Teilnehmer der Versammlung und so traf man sich im Festsaal bei der Firma Kneer Südfenster in Westerheim.

Erster Vorstand Dietmar Ramminger eröffnete die Versammlung und begrüßte die zahlreichen Anwesenden. Rückblickend auf die vergangene Saison hatte Ramminger dieses mal nicht ganz so viel zu berichten – kam man doch erst im vergangenen Herbst zur Generalversammlung zusammen. „Musik geht ins Herz. Musik verbindet. Musik tröstet“, sagteRamminger auch im Hinblick auf die aktuelle Lage in der Ukraine.

Sein Blick richtet sich aber ganz klar in die Zukunft. „Wir freuen uns, dass wir endlich wieder proben können. Die ersten Auftritte können wir kaum noch abwarten. Es kitzelt und juckt in den Fingern.“

So sind die Vorbereitungen für das traditionelle Osterkonzert am Ostersonntag , 17. April, in vollem Gange. Doch sei noch nicht ganz sicher, ob es wie gewohnt in der Albhalle in Westerheim stattfinden könne. „Die Gemeinde hat die Albhalle aus bekannten Gründen vorerst für öffentliche Veranstaltungen gesperrt, daher wissen wir im Moment noch nicht genau, wo wir unser Konzert aufführen werden. Unser Konzert an Ostern ist ein fester Bestandteil unseres Terminkalenders und weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Es erneut ausfallen zu lassen, kommt für uns nicht in Frage.“

Vereinsbetrieb dank Spenden gesichert

Ein spannender Punkt auf der Tagesordnung war der Bericht des Kassiers Simon Mayer . Anschaulich mit Grafiken und Schaubildern legte er die Zahlen und Bücher offen. Insgesamt ist der Verein finanziell gut aufgestellt und schreibt schwarze Zahlen. „Trotz hoher Fixkosten, die uns auch während der Coronazeit begleitet haben, haben wir die Krise gut gemeistert“, sagte Mayer. Doch die Veranstaltungen wie Partyfeelings, die zweitägigen Zeltfeste, das Osterkonzert, die Maskenprämierung oder auch der Wirtschaftsbetrieb im Musikerheim müssen wieder anlaufen, um alle Unkosten auch weiterhin decken zu können. „Ich nenne nur mal das Beispiel unserer Jugendausbildung: Wir tragen einen sehr hohen finanziellen Anteil und legen auch in Zukunft einen sehr hohen Wert auf die Ausbildung unserer Jugendlichen“, blickt der Kassier in die Zukunft.

„Dank großzügiger Zuwendungen vieler Sponsoren und Spendern können wir den Vereinsbetrieb in gewohnter Weise aufrechterhalten.“ Simon Mayer bedankte sich herzlich bei den freiwilligen Geldgebern und würdigte die finanzielle Unterstützung.

Spontan führte Martin Menzen, Vorsitzender des Kreisverbandes Ulm-Alb-Donau-Nord, die Entlastungen der Vorstandschaft durch. „Schade, dass keine Vertreter der Gemeinde an der Versammlung teilnehmen. Die Vorstandschaft und der gesamte Ausschuss leisten in Ihrer Freizeit eine hervorragende Arbeit. Der Verein ist finanziell in einem sehr guten Zustand.“ Lobenswert seien auch die kreativen Ideen für Veranstaltungen wie etwa die Westerheimer Blasmusik, bei der die Kapelle im vergangenen Herbst an drei unterschiedlichen Stationen im Ort unter freiem Himmel musiziert habe. „Das war doch eine super Sache und man konnte endlich wieder Blasmusik live erleben“, so Menzen begeistert.

Vorstand Dietmar Ramminger hört auf

Beim Programmpunkt Wahlen wurde es besonders spannend, denn 1. Vorstand Dietmar Ramminger und 2. Vorstand Gerhard Rehm stellten ihre Ämter zur Verfügung. „Es war mir eine besondere Ehre, zehn Jahre lang als 1. Vorsitzender für die Musikkapelle agieren zu dürfen. Ein besonderer Dank gilt vor allem meinem Freund und 2. Vorsitzenden Gerhard Rehm“, sagte Ramminger. Weiter bedankt er sich auch ganz besonders bei seiner Frau Carmen und seinen drei Kindern für das Verständnis und den Rückhalt in all den Jahren.

Einstimmig vom Gremium gewählt wurden die Nachfolger Markus Kneer als erster Vorsitzender und Patrick Unsöld als zweiter Vorsitzender. Beide sind bereits Ausschuss-erfahren und konnten als Jugendleiter und Beisitzer in den vergangenen Jahren aktiv bei Entscheidungen mitwirken und mitgestalten. „Wir übernehmen gerne die Verantwortung und freuen uns auf die bevorstehenden Aufgaben.“, so der neue Vorsitzender Markus Kneer.

Auch im Amt des Kassiers gab es einen Wechsel. Simon Mayer legt sein Amt nieder und nachfolgend für ihn übernimmt Sascha Sailer die Kassenbücher. Schriftführerin Nicole Moser wurde einstimmig wiedergewählt.

250-Jahr-Feier soll nachgeholt werden

Aus der Umstrukturierung und den Wahlen in der Vorstandschaft, entstanden neue Lücken im Ausschuss, die nun ebenfalls gewählt werden mussten. So setzt sich das neue Gremium wie folgt zusammen: Den Vorsitze haben nun Markus Kneer und Patrick Unsöld, Kassier ist Sascha Sailer, Nicole Moser bleibt Schriftführerin, die Jugendleitung hat Maike Enderle, Wirtschaftsleiter ist Andreas Kneer. Beisitzer sind: Bernhard Ascher, Simon Geiwiz, Thiemo Walter, Moritz Walter und Luis Uhlmann.

Dass die Musikkapelle Westerheim ihr 250jähriges Vereinsjubiläum im Jahre 2020 pandemiebedingt nicht feiern konnte, hindert den Verein nicht daran, das Feiern nachzuholen. So steht fest: im Juli 2023 wird es in Westerheim ein Kreismusikfest geben. Dazu lädt die Kapelle schon heute ein. „Unser Programm steht in groben Zügen und bald nehmen wir auch die weiteren Planungen wieder auf!“, so der neue Vorstand Markus Kneer.

Der Kartenvorverkauf im Jahre 2020 war ja bereits gestartet und die Karten haben bis heute nicht an Gültigkeit verloren. „Wir freuen uns auf Die Draufgänger, Ernst Hutter, Partyfeelings, das Tälesmusikertreffen, tausende Musikerinnen und Musiker, Wertungsspiele und vieles mehr – alles im Rahmen unseres Kreismusikfestes im nächsten Jahr.“