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Bauarbeiten

Tram-Baustelle: Lauert eine Bombe im Boden?

Ulm / Lesedauer: 2 min

Sollte sich der Verdacht bestätigen, müsste ein Teil des Oberen Eselsberg evakuiert werden
Veröffentlicht:29.03.2016, 19:47

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Bei den Bauarbeiten für die Straßenbahnlinie 2 auf dem Oberen Eselsberg ist möglicherweise eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Wie die Stadt Ulm mitteilte, wurde eine von den Stadtwerken beauftragte Spezialfirma bei der systematischen Suche nach Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg in der Wissenschaftsstadt fündig.

Im Bereich der Lise-Meitner-Straße, wo die neue Straßenbahnlinie künftig verlaufen wird, stellten die Experten auf einem unbebauten Grundstück Auffälligkeiten im Erdreich fest. Alles deutet auf einen großen Metallgegenstand hin, der in rund anderthalb bis zwei Metern Tiefe liegt. Dabei könnte es sich um einen Stabbrandbomben-Abwurfbehälter, wie er auch schon im Ruhetal gefunden wurde, oder um einen Blindgänger handeln. Derzeit geht laut Stadtverwaltung von dem Fund keine Gefahr aus, da der Fundort gesichert wurde und der Metallgegenstand in schwerem Lehm liegt.

Um zu überprüfen, um was es sich handelt, soll der Boden an dieser Stelle am Samstag, 9. April, näher untersucht werden. Sollte dabei ein Blindgänger, also eine nicht detonierte Bombe, festgestellt werden, plant der Kampfmittelbeseitigungsdienst für Sonntag, 10. April, eine Entschärfung. In diesem Fall darf sich in einem Umkreis von 500 Metern um den Fundort ab 10 Uhr am Sonntagvormittag niemand mehr aufhalten. Die Polizei wird dies überprüfen.

Da der Bereich auch Teile des Berliner Rings einschließt, wäre auch der Verkehr auf der Tangente betroffen. Wegen der Osterferien wurden die Forschungsinstitute und Studentenwohnheime, die sich innerhalb des 500-Meter-Radius befinden, frühzeitig per Hauswurfsendung über die mögliche Entschärfung informiert. Die Kliniken liegen alle außerhalb des möglichen Evakuierungsbereichs und sind nicht betroffen.

Sobald die Entschärfungsarbeiten abgeschlossen sind und der Evakuierungsbereich wieder betreten werden darf, wird die Bevölkerung über das Radio und das Internet informiert. Bei den Bürgerdiensten ist am Donnerstag, 7. April, von 8 bis 18 Uhr, Freitag, 8. April, von 8 bis 12 Uhr, Samstag, 9. April, von 12 bis 16 Uhr sowie im Evakuierungsfall zusätzlich am Sonntag, 10. April, ab 10 Uhr unter der Telefonnummer 0731/161-32 64 eine Hotline geschaltet, an die sich Bürger wenden können.