Klimawandel

Steht das Münster bald im Dunkeln? SPD will Prüfung

Ulm / Lesedauer: 1 min

Wegen der Energiekrise wird in Ulm die „Beleuchtung von Einzelobjekten“ kritisch hinterfragt. Die Partei findet, dass andere Städte vormachen, wie es geht.
Veröffentlicht:30.07.2022, 17:00
Aktualisiert:01.08.2022, 11:40

Von:
Artikel teilen:

Die Ulmer SPD-Fraktion macht Dampf bei der Frage, wo und wie die Stadt Energie einsparen kann. Ukraine-Krieg und Klimawandel machten „wie nie zuvor“ deutlich, dass auch Städte Energie einsparen und CO₂ vermeiden müssten. Kritisch sieht die SPD die „rein dekorative Beleuchtung von Einzelobjekten“. Solche gibt es in Ulm viele, allen voran das Münster .

Ob die Stadt tatsächlich zuständig wäre für die Kirche, ist unklar. Womöglich müsste dies die evangelische Münstergemeinde entscheiden. Die SPD bittet nun jedoch die Verwaltungsspitze um Oberbürgermeister Gunter Czisch zu prüfen, „wie noch mehr Energie eingespart werden könnte“. Außerdem verlangt sie einen Bericht, der aufzeigt, welche Maßnahmen bereits erfolgt sind.

Für die SPD ist klar: Viele Tabus darf es bei der Frage, wo und wie der Verbrauch gedrosselt werden kann, nicht geben. Die Stadt müsse sich „alle Bereiche“ anschauen. Und deshalb eben auch die Beleuchtung „historischer Gebäude“. Die SPD-Fraktion verweist auf Augsburg, wo diese abends nicht mehr angestrahlt würden.

Weiter heißt es: Der Verzicht auf „unnötige oder übermäßige“ Beleuchtung sei ein sinnvoller Schritt. Womöglich könnte auch die Straßenbeleuchtung etwas gedimmt oder so gesteuert werden, dass sie nur bei Bedarf aufleuchtet. Durch die Umrüstung auf LED sei dies in Ulm „technisch gut umsetzbar“.