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Hauptbahnhof

OB Gönner warnt vor Baustopp bei Stuttgart 21

Ulm / Lesedauer: 1 min

OB Gönner warnt vor Baustopp bei Stuttgart 21
Veröffentlicht:07.09.2010, 08:30

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Angesichts der anhaltenden Kritik am Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs, die jetzt auch auf die Ausbaustrecke Ulm-Wendlingen ausgeweitet wird, warnt Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner vor einem Stopp des Bahnprojekts Stuttgart 21 .

„Jahrzehntelang wurde um die beste Lösung gerungen. Wer dieses Projekt jetzt stoppt, muss sich darüber im Klaren sein, dass eine solche Chance nicht wieder kommt, denn keine der vermeintlichen Alternativen ist umsetzbar.“, schreibt der OB in einer öffentlichen Erklärung.

Gönner verweist auf die Vorteile des Streckenausbaus: den Anschluss an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz im Schienenverkehr sowie die bessere Erreichbarkeit des Flughafens und der Region und die damit verbundenen wirtschaftlichen Vorteile, aber auch den Nutzen für den Umweltschutz, wenn mehr Verkehr auf die Schiene verlagert würde. „Mit Ulm gewinnen auch Laupheim, Biberach, Ravensburg und Friedrichshafen“, sagt Gönner.

Der Nutzen für die Elektrifizierung der Südbahn verbessere sich entscheidend. „Es geht hier also nicht allein um Stuttgarter Befindlichkeiten, sondern um die langfristige Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit Ostwürttembergs“, betont Gönner, der den geforderten Baustopp als „Schwabenstreich“ bezeichnet hat.

Die von den Stuttgart 21-Kritikern immer wieder als Argument genannten Kostensteigerungen bezeichnet er als spekulativ. Eine erst Ende Juli vorgelegte aktualisierte Kostenrechnung weist Bau- und Planungskosten von rund 2,9 Milliarden Euro für die ICE-Hochgeschwindigkeitstrasse von Wendlingen nach Ulm aus.