StartseiteRegionalRegion Ulm/Alb-DonauUlmBastelangebote für Geflüchtete - So will die Caritas Normalität bieten

Geflohen aus der Ukraine

Bastelangebote für Geflüchtete - So will die Caritas Normalität bieten

Ulm / Lesedauer: 2 min

Die Caritas bietet eine Eltern-Kind-Gruppe für geflüchtete ukrainische Familien in Ulm an. Wie das Angebot ankommt und wie es den Kindern hilft.
Veröffentlicht:07.12.2023, 05:00

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Innerhalb der Gemeinschaftsunterkünfte von Geflüchteten im Raum Ulm wächst der Bedarf an Angeboten für Kinder und ihre Eltern. Die Caritas Ulm-Alb-Donau möchte hier Hilfe leisten - und hat deshalb im Mai eine Eltern-Kind-Gruppe für geflüchtete Familien aus der Ukraine ins Leben gerufen.

Jeden Montagnachmittag trifft sich die Gruppe und unternimmt etwas gemeinsam. Es gibt mehrere Angebote, Kinder und Eltern können frei entscheiden, an welchem Part sie teilnehmen möchten, erklärt Projektkoordinatorin Hannah Schulz von der Caritas.

Sowohl Jungs als auch Mädchen nehmen das Angebot wahr

„Das Angebot richtet sich an Kinder und ihre Eltern. In erster Linie wird es von Mädchen und Frauen wahrgenommen, aber auch Jungs genießen die Unbeschwertheit beim Basteln und Malen“, so Hannah Schulz. Dass die Caritas derzeit nur eine Eltern-Kind-Gruppe für ukrainische Geflüchtete anbieten kann, sei dem Veranstaltungsort geschuldet.

Mit unserem Angebot können wir leider nur einen Teil der Bedürfnisse der Kinder und Eltern abdecken

Hannah Schulz

Die Gruppe trifft sich derzeit in der Unterkunft Messe Ulm. Dort befindet sich die Erstaufnahmestelle für Geflüchtete aus der Ukraine, dementsprechend kann das Angebot nur für die Familien dort wahrgenommen werden.

Die Stadt Ulm unterstützte und bot der Caritas einen offenen Bereich an, den sie mit Tischen und Stühlen ausstattete. „Dadurch, dass die Auslastung in der Donauhalle stets hoch war und auch weiterhin ist, ist auch der Bedarf an dem Angebot gleichbleibend hoch geblieben“, erklärt Hannah Schulz.

Caritas bittet um Spenden für das Angebot

Die Bewohner, so die Projektkoordinatorin sehnten sich nach Ablenkung, Aufmerksamkeit und ein wenig Normalität. „Mit unserem Angebot können wir leider nur einen Teil der Bedürfnisse der Kinder und Eltern abdecken“, sagt die Caritas-Mitarbeiterin. Doch es sei ein Anfang und dringend benötigte Ablenkung.

Deshalb will die Caritas das Angebot auch im kommenden Jahr umsetzen - und dann gleich zweimal die Woche anbieten.

„Um die Kreativität der Kinder weiter fördern zu können, benötigen wir Bastelmaterialien und Malutensilien. Außerdem würden wir das Bewegungsangebot gerne ausweiten und diverse Bewegungsspiele anschaffen. Hierzu würden wir uns sehr über Spenden und die Unterstützung freuen“, betont Hannah Schulz.