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Kuriose Aktion

Nanu? Nikolaus seilt sich von der Kinderklinik ab

Ulm / Lesedauer: 2 min

Zum Nikolaustag seilte sich der Bärtige mit dem Rauschebart vom Dach der Ulmer Klinik ab. Was steckt hinter der Aktion?
Veröffentlicht:06.12.2023, 15:00

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Fast schon traditionell hat sich zum Nikolaustag der Bärtige mit dem Rauschebart vom Dach der Ulmer Kinderklinik abgeseilt und mit seinen Gaben zahlreiche Kinder beschenkt. Hinter der Aktion stecken ehrenamtliche Höhenretter der Feuerwehr Ulm.

Schon eine halbe Stunde vorher versammelten sich die Kinder der Kindertagesstätte „Fuchsbau“ des Universitätsklinikum und des Zentrums „Guter Hirte“ vor dem Haupteingang am Michaelsberg, um sich dort für den Nikolaus warmzusingen.

Glasfassade knapp 15 Meter hoch

Derweil bereiteten sich auf dem Dach die Höhenretter vor, um sich die knapp 15 Meter hohe Glasfassade abzuseilen. Im jährlichen Wechsel mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Safranberg kommt der Nikolaus auf diesem besonderen Weg inzwischen schon seit fünf Jahren zu den Kindern.

Auch Superman und Spiderman dabei

Dieses Jahr hatte Christian Hagg, der sich als Nikolaus in die Tiefe wagte, zwei Begleiter dabei. David Driegert beeindruckte als Superman, doch Simon Stephany stahl den beiden im Spiderman-Kostüm fast die Show. Erst schwang er sich auf das Dach eines Seitenflügels, um dann auch noch kopfüber die Glasfassade herunterzulaufen.

Doch unten war dann doch alles wieder wie immer und der Nikolaus war der begehrteste Gast, schließlich hatte er die großen Säcke mit den Geschenken dabei. Das Strahlen in den Kinderaugen war nicht zu übersehen, als die Kleinen eine Süßigkeit direkt aus den Händen des Nikolaus bekamen.

Große Freude bei den Verantwortlichen

Ein Sack wurde auch an Professor Dr. Klaus-Michael Debatin, den ärztlichen Direktor der Klinik, und an Daniele Kerner, die Pflegedienstleiterin, übergeben, denn viele Kinder konnten aufgrund ihrer Erkrankungen das Bett gar nicht verlassen und höchstens vom Fenster aus dem Nikolaus zuschauen.

Debatin strahlte fast genauso wie die Kinder über die Aktion der Höhenretter, denn er möchte seinen kleinen Patienten so viel Normalität wie möglich bieten und dazu gehört natürlich auch, dass am Nikolaustag der Nikolaus vorbeikommt.

Bundesweit weiß Johannes Hühn, der Leiter der Ulmer Höhenrettungsgruppe, von insgesamt 58 Aktionen, die auf diese Art Kindern einen Glücksmoment bereiten sollen. Gemeinsam mit der Hamburger Höhenrettungsgruppe hatte er schon im Sommer die Leiter aller Höhenrettungsgruppen angeschrieben, um die Aktionen in die Wege zu leiten.