Belohnung

Nach ausgelegtem Nagelköder: Peta setzt Belohnung aus

Ulm / Lesedauer: 2 min

Unbekannte legten die gefährlichen Fallen kürzlich bei Ulm aus. Die Polizei ermittelt, die Tierschutzorganisation will selbst aktiv werden.
Veröffentlicht:22.04.2022, 12:46
Aktualisiert:22.04.2022, 13:51

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Eine Zeugin fand am Mittwoch bei Ulm – im Donautal im Bereich der Lichternsee-Brücke – mehrere Würstchen, die mit Nägeln präpariert waren. Die Polizei meldete insgesamt 40 Wurst-Stücke links und rechts des Radweges.

Diese waren durch einen Unbekannten mit kleinen Nägeln bespickt und dann auf dem Fußweg platziert worden. Ebenso fanden die Ermittler mehrere Häufchen Futter, die vermutlich zum Anlocken von Tieren ausgelegt worden waren. Die Polizei sicherte Spuren und hat die Ermittlungen aufgenommen.

Nun hat sich auch die Tierschutzorganisation PETA zu Wort gemeldet. Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die die tatverantwortliche Person überführen.

Hinweise an Tierrechtsorganisation

Menschen, die etwas im Donautal, dem Alten Gögglinger Weg, parallel zur Hans-Lorenser-Straße, oder der Lichternsee-Brücke beobachtet oder anderweitige Hinweise haben, werden gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711 / 8605910 oder per E-Mail ([email protected]) bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.

„Die Person, die die präparierten Köder ausgelegt hat, muss umgehend gefunden und gestoppt werden, bevor noch weitere Vierbeiner in Lebensgefahr gebracht werden“, sagt Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „In Fällen wie diesem ist es oft schwierig, die Verantwortlichen zu finden, denn sie agieren, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Deshalb kann es auf jeden noch so unwichtig erscheinenden Hinweis ankommen. Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Aufklärung vorantreiben sowie Tierhalterinnen und Tierhalter für das Thema sensibilisieren und warnen. Solche Köder können zudem nicht nur für Hunde, Katzen und Wildtiere, sondern auch für Kinder lebensbedrohlich sein.“

Tierquälerei sei kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.