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Landratsamt

Josef Barabeisch folgt Günter Weber nach

Ulm / Lesedauer: 2 min

Der Kreistag wählte den 54-jährigen Referenten von Landrat Heinz Seiffert gestern zum neuen Sozialdezernenten im Landratsamt
Veröffentlicht:26.03.2012, 20:55

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Josef Barabeisch wird neuer Sozialdezernent im Landratsamt des Alb-Donau-Kreises. Der persönliche Referent von Landrat Heinz Seiffert war bei der Wahl gestern im Kreistag alleiniger Kandidat und erhielt 52 von 57 möglichen Stimmen. Der 54-Jährige hat das Handwerk der Sozial- und Jugendhilfe von der Pike auf gelernt. Er tritt am 1. September die Nachfolge von Günter Weber an, der mehr als 20 Jahre an der Spitze des Dezernats Jugend und Soziales stand und im August altershalber in den Ruhestand geht.

Von ursprünglich elf Bewerbern für die gewichtige Position des Sozialdezernenten war in der Endrunde im Kreistag nur noch der hauseigene Bewerber Josef Barabeisch übrig geblieben. Einen Kandidaten in der engeren Wahl hatte der Verwaltungsausschuss aussortiert, ein weiterer die Bewerbung von sich aus zurückgezogen.

Landrat Heinz Seiffert machte schon vor der geheimen Abstimmung klar, dass für ihn als Nachfolger Günter Webers nur Barabeisch in Frage kommt. „Ihm traue ich diese extrem schwierige und in den nächsten Jahren noch schwieriger werdende Aufgabe hundertprozentig zu“, sagte Seiffert vor den Kreisräten. Diese votierten denn auch mit großer Mehrheit für die rechte Hand des Landrats: Von den 57 Stimmzetteln trugen 52 den Namen Barabeisch, nur fünf Kreisräte verweigerten ihm ihre Unterstützung.

Josef Barabeisch ist zwar seit 2001 persönlicher Refernt von Landrat Heinz Seiffert im Landratsamt an der Ulmer Schillerstraße, doch der 54-Jährige ist von seiner beruflichen Laufbahn her ein ausgewiesener Sozialexperte. Nach seiner Ausbildung bei der Stadt Ulm war der Vater einer erwachsenen Tochter von 1976 bis 1996 in der Leistungsabteilung des Ulmer Sozial- und Jugendamtes tätig. 1996 wechselte er von der Stadtverwaltung ins Landratsamt und übernahm dort später das Sachgebiet Soziale Leistungen/Controlling, bevor er 2001 ins Büro des Landrats wechselte.

Wichtig ist dem neuen Sozialdezernenten, wie er gestern im Kreistag sagte, „dass wir Dienstleister für die Bürger in den Städten und Gemeinden des Landkreises sind, für sie sind wir da.“ Er plädierte für eine enge Zusammenarbeit mit den Kirchen, den Sozialverbänden und den Selbsthilfegruppen. Auch zur Stadt Ulm will Barabeisch ein partnerschaftliches Miteinander pflegen. Mit Blick auf die steigenden Sozialausgaben betonte er, für alle Hilfen im sozialen Bereich müsse das Prinzip „ambulant geht vor stationär“ gelten.