Regionalligist

David Braig setzt ein Zeichen

Ulm / Lesedauer: 3 min

Fußball, Regionalliga: Vor Spiel gegen VfB Stuttgart II verlängert Stürmer seinen Vertrag
Veröffentlicht:28.10.2016, 10:20
Aktualisiert:23.10.2019, 11:00

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Vor dem Heimspiel der Spatzen am morgigen Samstag gegen den VfB Stuttgart II (Anpfiff: 14 Uhr) haben die Verantwortlichen des Regionalligisten mit einer Neuigkeit aufgewartet, die für andere Spieler des Fußball-Regionalligisten SSV Ulm 1846 und für die Öffentlichkeit wegweisenden Charakter haben kann und soll: Stürmer David Braig verlängerte vorzeitig seinen Vertrag, und dies gleich bis Ende Juni 2020.

„Das ist für den Klub und für die Fans ein sehr gutes Zeichen“, weiß Anton Gugelfuß vom Vereinsvorstand den Schritt des Spielers sehr zu schätzen. „Braig steht für den neuen SSV Ulm 1846.“ Der 25-jährige Angreifer aus Dintenhofen sagt: „Ich bin in diesem Verein aufgewachsen, habe hier Höhen und Tiefen erlebt. Das beste Fußballalter liegt vor mir und der Verein ist hier drin in meinem Herzen. Ich glaube ans Ganze und mein Traum ist es, mit dem SSV in die Dritte Liga aufzusteigen.“ Auch Trainer Stephan Baierl freut sich über die Vertragsverlängerung: „David geht immer voraus und stellt sich in den Dienst der Mannschaft. Auf ihn kann man sich verlassen.“

Auch wenn die Ulmer zuletzt bei Kickers Offenbach in der Schlussminute verloren, ist Baierl sicher, dass seine Mannschaft die Talsohle durchschritten hat. Beweisen können das die Spatzen nun gegen die U23 des VfB Stuttgart . Bei den Gästen stehen zwei Spieler im Kader, die in Ulm gut bekannt sind: Mittelfeldmann Burak Coban, der im Sommer von den Spatzen zum VfB wechselte, und Ardian Morina, den es ebenfalls vor der Saison vom FV Illertissen nach Stuttgart zog und der in der Jugend für den SSV am Ball war. Beide hatten sich von der Zugehörigkeit zum VfB viel versprochen, bislang sieht es für sie aber nicht so rosig aus. Coban war in 15 Partien sieben Mal im Kader und kam zu vier Einsätzen, Morina hat wegen Verletzung noch gar nicht gespielt. Nur Innenverteidiger Tobias Feisthammel hat bis jetzt alle Spiele bestritten, es herrscht somit viel Fluktuation, weil auch immer wieder Spieler aus dem Zweitliga-Kader eingesetzt werden. Den Ulmern kann es egal sein, wer beim Gegner aufläuft, wobei sie sich besonders aufs Wiedersehen mit Burak Coban freuen.

Der VfB hat als Tabellen-14. zwei Punkte weniger als die Spatzen. Der Schwachpunkt der Stuttgarter ist ihre Abwehr (27 Gegentreffer), nur Nöttingen und Pirmasens haben noch mehr Tore kassiert. Trotzdem sagt Baierl: „Wir werden nicht mit fliehenden Fahnen stürmen. Wir wollen die Punkte im Donaustadion behalten, müssen dominant auftreten und dürfen nichts zulassen. So eine Mannschaft wie den VfB darf man nicht spielen lassen.“ Nachdem seine Rot-Sperre abgelaufen ist, gehört Luca Graciotti wieder zum Ulmer Kader.