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Erfinderpreis

Rottenacker Tüftler gewinnt Erfinderpreis

Rottenacker / Lesedauer: 2 min

Steffen Braungardt erfindet mit zwei Mitstreitern Waschstraße für medizinische Geräte
Veröffentlicht:25.07.2013, 19:00

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„Das ist eine nette Anerkennung unserer Arbeit“, sagt Steffen Braungardt aus Rottenacker bescheiden. Diese „nette Anerkennung“ ist der erste Platz im Wettbewerb um den Artur-Fischer-Erfinderpreis, der in der vergangenen Woche in der Stuttgarter Liederhalle vergeben wurde.

Gemeinsam mit dem Zahnarzt Lothar Saiger aus Dürmentingen und dem Elektroniker Matthias Rehm hat der 26-jährige Maschinenbauer aus Rottenacker eine „Waschstraße für medizinische Geräte“ entwickelt. „Die Idee stammt natürlich vom Zahnarzt“, so Steffen Braungardt, „er wollte ein Gerät entwickeln, das Zahnärzten die Reinigung und Desinfektion ihrer Geräte erleichtert“.

Auf der Suche nach geeigneten Technikern, die seine Idee in die Tat umsetzten, lernte der Zahnarzt vor mehr als drei Jahren den Maschinenbauer und Feinwerk-Mechanikermeister aus Rottenacker kennen. „Das war eine knifflige Aufgabe“, so Steffen Braungardt, „wir haben viele Prototypen und Funktionsmodelle gebaut und wieder verworfen, bis wir den jetzigen Stand hatten“. Neben der technischen Lösung hatten die Tüftler stets die Kosten im Auge. „Schließlich soll das fertige Reinigungsgerät auch bezahlbar sein“.

Anfangs hat das Erfindertrio handelsübliche, aber sehr teure Industriesteuerungen eingesetzt, später wurden spezielle Platinen selbst gebaut und die notwendige Software selbst entwickelt. „Wir arbeiten weiterhin an unserem Gerät, um es noch in diesem Jahr zur Serienreife zu bringen“, betont Steffen Braungardt.

Bei der Preisverleihung in der Stuttgarter Liederhalle hat der Rottenacker den 93-jährigen Artur Fischer kennengelernt, der dem alle zwei Jahre stattfindenden Erfinder-Wettbewerb den Namen gab und durch seine Erfindung des Fischer-Dübels als Urgestein schwäbischer Tüftler gilt.

Insgesamt ist der Artur-Fischer-Preis mit 37000 Euro dotiert, 10000 Euro bekam das Erfinder-Trio aus der Region für seinen Sieg in der Kategorie „Private Erfinder“. „Natürlich können wir das Geld gut gebrauchen. Es ist aber angesichts der immensen Entwicklungskosten, die zum Großteil Zahnarzt Saiger getragen hat, nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagt Steffen Braungardt.