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Obermarchtal

Obermarchtaler feiern ihre Hausfasnet

Obermarchtal / Lesedauer: 2 min

(khb) - Nachdem die Obermarchtaler Narrenzunft bereits zur Fasnetseröffnung närrische Gäste aus den Zünften der Region und der Vereinigung Freier Oberschwäbischer Narrenzünfte (VFON) zu Besuch hatte, blieben die Narren zum Hausumzug am Fasnetsmedig mit vielen originellen Gruppen weitgehend unter sich.
Veröffentlicht:13.02.2024, 13:46

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(khb) - Nachdem die Obermarchtaler Narrenzunft bereits zur Fasnetseröffnung närrische Gäste aus den Zünften der Region und der Vereinigung Freier Oberschwäbischer Narrenzünfte (VFON) zu Besuch hatte, blieben die Narren zum Hausumzug am Fasnetsmedig mit vielen originellen Gruppen weitgehend unter sich.

Die „weiteste Anreise“ hatte der Fanfarenzug aus Brochenzell am Bodensee, gefolgt von den Mittelhofer Burgweibla aus Rottenacker und den Untermarchtaler Venezianern, die am Montag in ihren Ballonen durch Obermarchtal fuhren. Die Rechtensteiner Felsaschlotzer hatten sich in eine närrische Bürgerwehr verwandelt und riefen das „Schlotzer-Königreich am Schtoi“ aus. Der Schultes wurde kurzerhand durch den Dorfadel ersetzt, wohl weil er auf fremden närrischen Pfaden wandelte. Der Obermarchtaler Hausumzug am Fasnetsmedig wurde angeführt von der heimischen Musikkapelle im Malle-Outfit, den kleinen Donaupiraten aus dem Kindergarten und dem Schlossgeist mit seinem närrischen Gefolge.

„Unsere Hausfasnet ist geprägt von Kreativität, Lokalkolorit und närrischer Schläue“, sagte Obermarchtals Zunftmeister Florian Siegle und versprach den Zuschauern „so manches Gromet aus Narrenhand“. Im Steilflug kamen die Stewardessen der „Fasnetsschätzla“ zum Umzug, die „Gsälzbära“ hatten sich in gestiefelte Gsälz-Kater verwandelt und die Jedermänner planten in der neuen Dorfmitte ein Casino im Stile von Las Vegas.

Zur klammen Gemeindekasse reimten die Narren: „Der Gemeinderat und ein Essener Jeck spielen mit unseren Finanzen Black Jack“. Die Schnäddrakischda-Männer verwandelten sich in einen Löwen - pardon: Lions-Club und fragten Schultes Martin Krämer, Mitglied des Ehinger Lionsclubs: „Lions Ehgna, was willscht dort? Schultes lass dei Geld em Ort“. Viele hundert närrische Lions-Banknoten wurden im Umzug verschleudert und „in seiner Mucki-Bude“ zeigte eine Schultes-Kopie ihre gestählten Muskelpakete. Die Frauen der Schnäddrakischda kamen als in rosarot verpackte Barbies und die „Lausmädla“ waren diesmal als Eulen unterwegs, von denen, so Zunftmeister Siegle, besonders Eule Katrin während dieser Fasnet „Federn lassen musste“.

Die Bachbarone hatten den närrischen Golfsport für sich entdeckt und BTC, der Biertradionsclub Obermarchtal, war mit der kompletten Crew der „BTC air-bier-line“ im Obermarrchtaler Umzug unterwegs. Für die närrischen Töne im Hausumzug sorgten auch die Blechrebellen, der Fanfarenzug aus Obermarchtal und der Musikverein Reutlingendorf. Nach dem Umzug blieben den Narren noch einige Stunden, um mit „Narri-Narro“ die Obermarchtaler Fasnet zu feiern, dann wurde aber bereits am frühen Montagabend mit der Verurteilung und Verbrennung des Schlossgeists der diesjährigen Fasnet ein schaurig-schöner Schlusspunkt gesetzt.