Studienkolleg

Ein Gartenhaus und Literatur sollen her

Obermarchtal / Lesedauer: 3 min

30 Schülerinnen engagieren sich im Schulgarten des Studienkollegs und der Realschule in Obermarchtal
Veröffentlicht:30.07.2014, 19:15
Aktualisiert:24.10.2019, 11:00

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Das Studienkolleg und die Franz-von-Sales-Realschule in Obermarchtal sind von der Schulgarteninitiative „Lernen für die Zukunft - Gärtnern macht Schule“ des Landes Baden-Württemberg für ihren Schulgarten ausgezeichnet worden. Die Schulen haben eine Urkunde und 200 Euro erhalten. (Die SZ berichtete)

Biologielehrerin Bettina Habermann hat sich für die Schule beworben. „Hauptgrund für meine Bewerbung war, dass dann ein Expertenteam an die Schule kommt und auch Tipps gibt“, erklärt sie.

Anfang Juli war die Kommission auch an der Schule und hat sich den Schulgarten angeschaut und tatsächlich auch spannende Ratschläge für die Schulgärtner parat gehabt. „Sie haben uns gesagt, wie wir unsere Schneckenplage und die Ackerwinde in den Griff bekommen“, sagt Bettina Habermann.

Bei dem Besuch in Obermarchtal haben die Experten auch mit den Lehrern und den Schülerinnen gesprochen, die sich in der Schulgarten-AG engagieren. „In der Erläuterung für die Auszeichnung hat die Kommission anschließend geschrieben, sie sei beeindruckt gewesen von der Idylle des Gartens sowie vom regen Interesse der Schüler und deren Pflanzenkenntnis“, sagt Schulleiterin des Studienkollegs Christine Götz .

Seit etwa fünf Jahren betreiben die Schulen gemeinsam den kleinen Garten direkt am Torbogen der Klosteranlage. „Den Wunsch für einen Schulgarten haben wir schon lange gehegt“, sagt die Biologielehrerin. Schließlich lägen die Schulen hier in einer tollen Anlage, da sei es schade, wenn die Schüler nur drinnen säßen und die Lehrer mit ihnen nicht raus könnten. „In der Natur kann man den Kindern Sachverhalte oft auch besser verdeutlichen“, so Bettina Habermann. Dann sei der Garten frei geworden und die Schulen haben zugegriffen.

In verschiedenen Projekten ist der jetztige Schulgarten entstanden. So zum Beispiel die Buchshecke, die Kräuterspirale oder der Teich mit eigenen Fischen. Für die Gartenmöbel haben die Schulen aber beispielsweise Sponsoren gefunden. „Außerdem haben wir Kuchen verkauft und 156 Euro für den Schulgarten eingenommen“, berichtet die Fünftklässlerin Franzika Bruggesser.

In vier Bereiche ist der kleine Garten eingeteilt: einen für Kräuter, einen für Früchte, einen für Blumen und einen für Gemüse.

Wofür die Schulgarten-AG die 200Euro Fördergeld verwenden wird, ist noch nicht ganz klar. „Ein Gartenhaus käme in Fragen, aber ich würde gern auch Bestimmungsliteratur anschaffen, damit die Schüler den Umgang damit lernen“, sagt Bettina Habermann.

30 Schülerinnen engagieren sich in Obermarchtal in der AG, die hauptsächlich einmal in der Woche in der Mittagspause im Garten arbeiten. Unter ihnen sind Fünftklässlerinnen aber auch Schülerinnen der Jahrgangsstufen 1 und 2. „Ich finde es toll, dass hier die Großen und die Kleinen zusammenarbeiten“, sagt Schulleiterin Christine Götz.

Zu Beginn des Schuljahres gibt es zwei Schnuppertermine für die AG. „Da können die Schülerinnen schauen, ob der Schulgarten etwas für sie ist“, erklärt Biologielehrerin Lissi Schelkle.