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Parken am Donaubad für Fremdparker nicht mehr umsonst

Neu-Ulm / Lesedauer: 2 min

Knapp 600 Autos haben auf dem großen Parkplatz am Donaubad in Neu-Ulm Platz. Eine ganze Menge für das Freizeitbad mit Sauna, könnte man meinen.
Veröffentlicht:12.02.2024, 11:30

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Knapp 600 Autos haben auf dem großen Parkplatz am Donaubad in Neu-Ulm Platz. Eine ganze Menge für das Freizeitbad mit Sauna, könnte man meinen. Doch der Platz reicht vorne und hinten nicht aus. Vor allem in den Weihnachtsferien wurde dies zuletzt deutlich, nachdem die vergangenen Corona-Jahre den Parkplatz eher jene angesteuert hatten, die sich auf das Virus testen lassen wollten. Doch Ende Dezember und Anfang Januar war der Bereich von morgens bis abends brechend voll. Hinzu kam ein tragischer Unfall nach Weihnachten, bei dem ein siebenjähriger Junge auf dem Parkplatz überfahren wurde und am Ende seinen Verletzungen erlag.

Die Geschäftsführung des Donaubads möchte mit dem Parkchaos jetzt Schluss machen - und führt ein neues Parksystem ein. „Schon seit 2019 haben sich die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat der Donaubad GmbH mit der Einführung einer Parkraumbewirtschaftung befasst“, sagt Donaubad-Geschäftsführer Jochen Weis. Dennoch sei das Thema bis zum Jahr 2023 aufgrund der Corona-Pandemie, der Energiekrise und der Schließung der Rutschenanlage weniger dringlich gewesen. „Seit dem vergangenen Jahr sind die Besuchszahlen wieder stark steigend, wodurch das Thema erneut an Relevanz gewonnen hat“, so Jochen Weis.

Auch oder vor allem die zunehmende Zahl von Fremdnutzern - seien es Berufspendler, Urlauber oder auch Personen, die dauerhaft ihr Fahrzeug auf dem Donaubad-Parkplatz abstellen - habe den Parkplatzengpass verschärft. Diesen Personen soll es jetzt an den Kragen gehen - wenn auch zunächst nur in sehr moderatem Maße. Denn auch wenn es für viele Besucher von außerhalb so wirken mag: Der Parkplatz am Donaubad ist privat, nicht öffentlich.

In der ersten Phase wird ab Ende Februar eine Testphase eingeleitet, um die Hardware zu testen und die Art der Nutzung des Parkplatzes zu erfassen. Während dieser Phase kann bis zu 72 Stunden kostenfrei auf dem Parkplatz geparkt werden. Wird diese Zeit überschritten, erhält der Fahrzeughalter einen Bußgeldbescheid.

Nach Auswertung der in Schritt 1 gesammelten Daten soll dann das Tarifsystem für den Parkplatz entwickelt werden. Mit Schritt 2 und der Einführung der eigentlichen Parkraumbewirtschaftung rechnet die Donaubad GmbH im August 2024. Über die Höhe der Parkgebühren könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts gesagt werden, so die beiden Geschäftsführer. Die Parkgebühren können dann an mehreren Kassenautomaten durch Eingabe des Kennzeichens oder über gängige Parking-Apps entrichtet werden.

„Während in der Vergangenheit ein Schrankensystem geplant war, soll nun ein schrankenfreies Parkraumkonzept eingeführt werden“, erklärt Geschäftsführerin Sabine Gauß. Die angestrebte Lösung basiere auf der Kennzeichenerfassung mit Kameras bei der Ein- und Ausfahrt des Parkplatzes.