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Thomas Schelkle neuer Vorsitzender der Musikschule Raum Munderkingen

Munderkingen / Lesedauer: 3 min

Zu ihrem neuen Vorsitzenden hat die Verbandsversammlung der Musikschule Raum Munderkingen in ihrer Sitzung Anfang Februar Thomas Schelkle gewählt. Im Saal des Gebäudes der Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen hat das Gremium zudem eine Erhöhung der Gebühren für Schülerinnen und Schüler der Musikschule um durchschnittlich zehn Prozent beschlossen.
Veröffentlicht:13.02.2024, 15:17

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Zu ihrem neuen Vorsitzenden hat die Verbandsversammlung der Musikschule Raum Munderkingen in ihrer Sitzung Anfang Februar Thomas Schelkle gewählt. Im Saal des Gebäudes der Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen hat das Gremium zudem eine Erhöhung der Gebühren für Schülerinnen und Schüler der Musikschule um durchschnittlich zehn Prozent beschlossen.

Als erster stellvertretender Verbandsvorsitzender hat Bürgermeister Hans Rieger die Wahl des neuen Vorsitzenden geleitet. Der bisherige Vorsitzende Michael Lohner ist mit Ablauf des 30. Juni 2023 ausgeschieden. Einstimmig hat das Gremium den Munderkinger Bürgermeister und Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen, Thomas Schelkle, auch zum Vorsitzenden des Verbands Musikschule Raum Munderkingen gewählt. Damit wird der Verband von drei Musikern geführt, denn Thomas Schelkle spielt Tenorhorn, Hans Rieger Klarinette und der zweite stell-vertretende Vorsitzende, Bürgermeister Karl Hauler, Saxophon. Thomas Schelkle freute sich auf die Zusammenarbeit mit Musikschulleiter Volker Frank.

Das Gremium hat ebenfalls einstimmig die Jahresrechnung des Haushaltsjahrs 2022 festgestellt und dem von Markus Mussotter, Geschäftsführer und Fachbeamter für das Finanzwesen der Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen (VG), vorgetragenen Rechenschaftsbericht zugestimmt. Die Umlage wurde mit 57.031 Euro abgerechnet, eingeplant waren 77.000 Euro. Mit 15.796 Euro trägt die Stadt Munderkingen dabei den größten Anteil. Insgesamt sind 13 VG-Gemeinden an der Musik-schule beteiligt. Die Einsparungen sind laut Markus Mussotter vor allem geringeren Personalkosten zu verdanken.

Die Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2024 wurde erlassen und dem Finanzplan zugestimmt. Der Ergebnishauhalt geht von 323.000 Euro aus. Der schuldenfreie Verband benötigt auch 2024 keine Kreditermächtigung. Die vorläufige Verwaltungs- und Betriebskostenumlage wurde auf 86.000 Euro festgelegt. Diese Zahl hat Markus Mussotter aufgrund der jüngsten Tarifabschlüsse sowie unter Einbeziehung einer vorgeschlagenen Gebührenerhöhung ermittelt. Außerdem rechnet er mit einem Landeszuschuss von 33.200 Euro für minderjährige Schüler. Erwachsene Schüler sind es derzeit lediglich drei. Thomas Schelkle wertete die Zahlen als sichtbare Dynamik und sprach von sinnvoller Investition in die Kultur.

Einstimmig hat das Gremium zum 1. März die vorgeschlagene Gebührenerhöhung beschlossen. Zuletzt fand zum 1. Januar 2019 eine Gebührenerhöhung statt. Um den Abmangel in Grenzen zu halten und unter Berücksichtigung der aktuellen Tarifabschlüsse steigt z.B. die monatliche Gebühr beim 30-minütigen Einzelunterricht vom 72 auf 80 Euro. Markus Mussotter bezifferte die Erhöhung auf durchschnittlich zehn Prozent und sprach angesichts der Herausforderungen von einer maßvollen Anpassung. Auch Thomas Schelkle und Hans Rieger wiesen auf die Notwendigkeit der modera-ten, aber gerechtfertigten Erhöhung hin. Die Bürgermeister Paul Burger und Uwe Handgrätinger betonten die Notwendigkeit der Gebührenüberprüfung in spätestens zwei Jahren, um den Abman-gel zu begrenzen.

In seinem Bericht des Musikschulleiters ging Volker Frank auf die aufwändige aber sinnvolle und erfolgreiche Umstellung der Software im vergangenen Jahr ein. 297 Schülerinnen und Schüler wer-den derzeit von 16 Lehrkräften an der Musikschule Munderkingen ausgebildet, weitere 178 in Kooperation mit „Singen Bewegen Sprechen“, „Kultur macht stark“ und einigen Bläserklassen. Von den 297 Teilnehmenden sind 101 in der musikalischen Früherziehung mit Blockflöte bzw. Trommeln. Frank bezeichnete dies als elementaren pädagogischen Bereich. Die Bläser und Schlagwer-er sind mit 168 Personen vertreten, 28 befinden sich in Ausbildung an Tasten-, Streich- und Zupfinstrumenten sowie am Gesang. Beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ haben von neun Teilnehmenden der Musikschule acht einen ersten Preis erhalten, fünf davon mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb.