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Erlebnisplatz

Keine Lösung für „Erlebnisplatz Freibad“?

Merklingen / Lesedauer: 3 min

Merklinger Abenteuerspielplatz steht regelmäßig unter Wasser
Veröffentlicht:28.04.2017, 14:27

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Rund 180000 Euro hat die Gemeinde Merklingen vor drei Jahren in die Errichtung eines Abenteuerspielplatzes am Rande der Umgehungsstraße investiert. Bereits im Frühjahr 2015 beklagten dessen Besucher oder verärgerte Eltern, dass sich stets große Wasserpfützen bilden, die nicht ablaufen oder abtrocknen können. Bis heute hat die Gemeinde das Problem nicht in den Griff bekommen, bemüht sich aber stets um eine Verbesserung.

Wenn es regnet, dann versickert das Wasser auf dem Merklinger Abenteuerspielplatz einfach nicht in der Form, wie es wünschenswert wäre. Seit 2014 sammelt sich auf dem Spielplatz, der sich am Rande des Lärmschutzwalls zur L1230 befindet, immer wieder das Wasser. Die Lage aber ist ideal, denn hier können die Mädchen und Jungen laut umher toben, glückliches Kindergeschrei stört dort niemanden und tolle Spielgeräte laden zur Bewegung ein. Vom Grunde her eine beachtliche Investition und tolle Idee der Gemeindeverwaltung.

Allerdings: Bis heute aber gibt es immer wieder Hinweise den teilweise überfluteten Spielplatz. Einige Merklinger erinnern sich da auch an einen Scherz in der Mainacht 2015, der den Spielplatz zum „Erlebnisplatz Freibad“ umbenannte. Doch die Gemeindeverwaltung blieb bei weitem nicht untätig, ließ zusätzliche Drainagen legen, sogar den Boden austauschen. Was also noch tun?

„Wir haben im vergangenen Jahr mit der Firma Heim Drainagen verlegt und den Boden mit einem Sandgemisch verbessert. Durch die Drainage wird in diesem Bereich das Wasser besser versickern“, sagt Merklingens Bürgermeister Sven Kneipp . Zudem sei der im Herbst gesäte Rasen noch nicht flächenmäßig gewachsen, so dass die Gemeindeverwaltung nun im Mai nochmals nachsäen werde. Zudem verweist er darauf, dass der Gemeinderat damals dafür plädiert habe, den Bolzplatz erst freizugeben, wenn der Rasen ausreichend dicht gewachsen ist, da ansonsten gleich wieder Beschwerden kämen.

Sickerbereich quillt bei Starkregen über

Nun soll auch noch einmal der Sickerbereich für die Niederschlagsentwässerung betrachtet werden. Im Neubaugebiet gebe es die Mulden an den Grundstücken in denen laut Bebauungsplan das Regenwasser von den Dächern und versiegelten Flächen zur Versickerung gebracht werden muss, ergänzt Sven Kneipp. „Diese Mulde endet nordöstlich vom Spielplatz und in diesem Bereich steht immer wieder bei größeren Regenereignissen das Wasser, um zu versickern“, sagt der Bürgermeister. Bei richtigem Starkregen, wie es in diesem Frühjahr im März der Fall war und momentan ist, könne nicht mehr das ganze Wasser im Sickerbereich versickern und dieser quelle über. „Dadurch sammelt sich das Wasser auf dem Spielplatz“, erklärt Sven Kneipp.

Ingenieur Daniel Müller vom Büro Wassermüller aus Ulm wie auch Bürgermeister und Bauhofleiter Rainer Voigtländer haben bereits mehrfach den Spielplatz aufgesucht, sich beraten und überprüfen regelmäßig die Situation vor Ort. Auch der Merklinger Bauausschuss wird sich noch einmal vor Ort mit dem Ingenieur treffen und prüfen, ob weiterer Handlungsbedarf besteht.