Photovoltaik

Wie Photovoltaik auch in Laichingen zum „Sparschwein“ wird

Laichingen / Lesedauer: 3 min

BUND lädt zu einem Vortrag mit Theresa Volk in die Volksbank Laichinger Alb ein – Anmeldung nötig
Veröffentlicht:11.09.2020, 05:00
Aktualisiert:11.09.2020, 05:01

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Es ist ein wichtiges Zukunftsthema, ist sich Christian Killius vom BUND in Laichingen sicher. Eines, das die Menschen bewegt und stetig begleitet. „Im vergangenen Jahr war der Bürgerentscheid über einen Solarpark in Laichingen. Die Gegner dieses Projekts argumentierten unter anderem, Photovoltaik gehöre auf das Dach und nicht auf den Acker. Wir wollen nun alle am Klimaschutz und erneuerbaren Energien interessierten Mitbürger darüber informieren, wie man am besten vorgeht, wenn man auf dem eigenen Dach Solarstrom erzeugen soll“, so Killius. Das soll im Rahmen eines Vortrags geschehen – und zwar am Donnerstag, 24. September, von 18.30 bis etwa 20 Uhr im Auditorium der Volksbank Laichinger Alb. Die Teilnahme ist kostenlos. Aufgepasst: Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei 30 Personen. Deswegen bedarf es einer Anmeldung.

„Die Sonne schickt uns keine Rechnung – mit Strom vom eigenen Dach Klima und Haushaltskasse schonen“: Referentin beim Vortrag ist Theresa Volk von der Regionalen Energieagentur Ulm. Der Kampf gegen die Erderwärmung sei eine Menschheitsaufgabe, die die jetzige Generation schaffen müsse, damit die Erde kein lebensfeindlicher Planet werde. Im Zuge dieses Wandels muss nicht nur die Stromproduktion, sondern die gesamte Energieversorgung auf 100 Prozent erneuerbare Energien umgestellt werden, heißt es.

Riesiges Energiepotential

Die Sonne stelle den Menschen täglich ein riesiges Energiepotential zur Verfügung, das noch viel zu wenig genutzt werde. Abgesehen davon, dass der Umstieg auf erneuerbare Energien alternativlos ist, lohnt es sich für jeden Einzelnen wegen rasant gefallener Preise für Photovoltaik-Anlagen nach wie vor, auf eigenen Dachflächen Strom zu erzeugen.

Das Photovoltaiknetzwerk Donau-Iller informiert Hausbesitzer und solche, die es werden wollen, wie mit einer Sonnenstromanlage zur Eigenversorgung eine dauerhafte Ersparnis der Stromkosten erreicht werden kann. Der BUND-Regionalverband ist wiederum in Kooperation mit dem Photovoltaiknetzwerk Donau-Iller, dem Ulmer Initiativkreis nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, sowie der Regionalen Energieagentur Ulm GmbH Träger der Veranstaltungen im Alb-Donau-Kreis und Landkreis Biberach.

Klimaschutz und Rendite

Theresa Volk von der Regionalen Energieagentur Ulm wird laut Mitteilung in ihrem Vortrag aufzeigen, wie sich Klimaschutz mit Rendite verbinden lässt. Die Stiftung Warentest habe in einer Studie vom Oktober 2018 festgestellt, dass mit einem eigenen Kraftwerk auf dem Dach eine Rendite von bis zu 14 Prozent erzielt werden könne. Bei aktuell durchschnittlichen Strompreisen von mehr als 30 Cent pro Kilowattstunde und Herstellungskosten von etwa 10 Cent für den Strom vom eigenen Dach wird die Photovoltaikanlage laut Mitteilung des BUND zu einem „attraktiven Sparschwein“.

Wer seinen eigenen Sonnenstrom erzeugt, kann diesen auch zeitversetzt nutzen und damit den Eigenverbrauch zu erhöhen, wofür es immer neuere Möglichkeiten gibt – beispielsweise die Nutzung von Batteriespeichern oder die Kombination der Photovoltaik-Anlage mit Elektromobilität, heißt es weiter. Bei dem Vortrag der Regionalen Energieagentur Ulm erhalten Interessierte Informationen dazu, was bei der Planung und Umsetzung alles zu beachten ist und welche Möglichkeiten wirtschaftlich sinnvoll sind. Individuelle Fragen werden von der Referentin im Anschluss an den Vortrag beantwortet. Zudem werde seitens der Volksbank Laichinger Alb erläutert, welche Förderungen sowie Finanzierungsmöglichkeiten denkbar sind.