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Ortskrankenpflegeverein

Neues OKV-Mobil kann noch dieses Jahr Fahrt aufnehmen

Laichingen / Lesedauer: 3 min

Mitgliederversammlung zeigt sich mit Berichten zufrieden und stimmt zu
Veröffentlicht:02.04.2014, 14:45

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Der Ortskrankenpflegeverein (OKV) wird ein weiteres Fahrzeug im Wert von rund 35 000 Euro anschaffen. Das Okay dazu gaben knapp 50 Mitglieder am Dienstagabend im evangelischen Gemeindehaus. Außerdem will der Verein sein Angebot erweitern: So soll als nächstes eine Ansprechstelle zum Thema Demenz geschaffen werden.

Das bereits im Einsatz stehende OKV-Mobil sei so erfolgreich, dass es schon gar nicht mehr alle Einsatzwünsche erfüllen könne, erzählte Manuela Böger , die Leiterin der Geschäftsstelle. „Im Schnitt legt das Fahrzeug rund 1560 Kilometer im Monat zurück“, so Böger weiter. Zusätzlich zu den täglichen Fahrten, bei denen ältere Mitmenschen zur Tagespflege gebracht werden, habe das OKV-Mobil im vergangenen Jahr durchschnittlich 18 Transferfahrten pro Monat geleistet. 2012 seien es noch sieben gewesen.

Das Problem dabei: Das bisherige Fahrzeug hat nur Platz für einen Rollstuhlfahrer. Dies musste bei den Touren berücksichtigt werden, was zu Verzögerungen im Ablauf geführt habe. Mit einem weiteren Fahrzeug sei man flexibler, so die Aussage von Manuela Böger und dem ersten Vorsitzenden Bernhard Schweizer .

Neues Fahrzeug kostet 35 000 Euro

Außerdem könne man dann auch zu den Zeiten, zu denen das OKV-Mobil die Fahrten zur Tagespflege alleine stemmt, bereits Transferfahrten anbieten. So könnten sich Nutzer des Fahrdienstes auch bereits um 9 Uhr am Morgen oder gegen 16 Uhr am Nachmittag zu einem Arzttermin fahren lassen. Ebenso hofft man darauf, durch die Anschaffung eines weiteren Fahrzeugs den Dienst in Merklingen verstärkt anbieten zu können.

Das neue OKV-Mobil soll aber nicht die bisherigen Ausmaße haben. Viel mehr möchte der diakonische Verein ein kleineres Automobil anschaffen, um Transferfahrten auf weiteren Strecken wie nach Ulm wirtschaftlicher gestalten zu können. Die Kosten für die Anschaffung wurden auf der Versammlung auf maximal 22 000 Euro beziffert. Hinzu kommt ein behindertengerechter Ausbau, der noch einmal zwischen 10000 und 12000 Euro kosten würde. Insgesamt habe man einen Maximalbetrag von 35000 einkalkuliert, gab Ausschussmitglied Ute Schiffbauer bekannt.

Einen Großteil des Geldes könne man aus Zuschüssen bekommen: „Die Glücksspirale hat uns eine Finanzierung von 80 Prozent zugesagt und schon 30000 Euro blockiert“, so Schiffbauer. Die restlichen 5000 Euro will man aus den Rücklagen des OKV nehmen. Die Mitglieder stimmten geschlossen zu - wohl auch, weil der Finanzbericht für das vergangene Jahr zuvor recht positiv aufgenommen wurde.

Schuldnerberatung hat guten Start

Doch auch in weiteren Bereichen möchte der OKV sein Angebot ausbauen. So soll eine Anlaufstelle zum Thema Demenz geschaffen werden. „Diese soll sich zunächst an Angehörige richten“, zeigte Ulrich Hemel die bisherigen Planungen auf. Man wolle Ansprechpartner sein und den Betroffenen Hilfestellungen geben. Gut angelaufen ist im vergangenen Jahr die Schuldnerberatung. Der Sozialarbeiter Karl-Heinz Brannath, der für das Angebot zuständig ist, sprach von 55 Fällen, die von ihm betreut wurden. 32 davon seien mittlerweile abgeschlossen, wobei darunter auch fünf fallen würden, bei denen der Schuldner sich nicht mehr bei ihm gemeldet habe.

Ein wenig Sorgen machte den rund 50 Anwesenden der Rückgang der Mitgliederzahlen. Knapp 1500 Mitglieder zählt der diakonische Verein noch, die Zahlen der vergangenen Jahren zeigen jedoch eine langsame, aber stetige Abnahme. „Das sind Fälle, wo die Mitgliedschaft mit dem Tod endet“, erklärte Bernhard Schweizer. Was jedoch fehlt, sind jüngere Mitglieder. Früher sei man schon bei der Taufe als Mitglied eingetreten, erinnerten sich viele der älteren Anwesenden.

Dementsprechend müsse man mehr an der Außenwirkung arbeiten, diskutiert wurde auch über eine Betreuung von Schulkindern (siehe separater Artikel). Im Amt bestätigt wurde Vorstand Horst Rauscher. Der Pfarrer in Rente behält sich allerdings aufgrund seines Alters von 70 Jahren vor, die Amtszeit von fünf Jahren nicht voll auszufüllen. Ebenfalls einstimmig bestätigt wurden die Ausschussmitglieder Ulrich Hemel, Ute Schiffbauer und Heike Steißlinger.