Mülldeponie

Mülldeponie soll wachsen

Laichingen / Lesedauer: 2 min

Landkreis als Betreiber braucht mehr Platz für bestimmtes Material
Veröffentlicht:30.10.2018, 23:42
Aktualisiert:22.10.2019, 15:00

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Änderungen stehen bei der Landkreis-Deponie „Unter Kaltenbuch“ zwischen Laichingen und Suppingen ins Haus. Nicht nur, dass die Möglichkeit wegfällt, recycelbares Material abzugeben und zu holen, sondern: Das Areal wird auch wachsen. Hintergrund: Der Alb-Donau-Kreis als Betreiber braucht mehr Platz für die Entsorgung eines bestimmten Materials, welches teils auch schon in Suppingen gelagert wird. Auch Material aus anderen Landkreisen soll in Suppingen weiterhin entsorgt werden.

Das Material um das es geht, der Stein des Anstoßes quasi, trägt die verklausulierte Bezeichnung DK-I. Dabei handelt es sich um nicht verwertbare Baureststoffe, so der Alb-Donau-Kreis. Neben Material der niedrigeren Belastungsklasse DK-0 findet sich solches DK-I-Material bereits jetzt in Suppingen. Gefährlich sind die Stoffe nicht, das hatte vor Kurzem Knut Nägele , beim Landratsamt für die Deponien zuständig, im Laichinger Gemeinderat erklärt (wobei er auch auf den Wegfall der Abgabe- und Bringmöglichkeit von recycelbaren Material einging, was einige Räte bedauerten).

Der Landkreis, dem die Deponie „Unter Kaltenbuch“ auch gehört, ist verpflichtet, die Entsorgungssicherheit für DK I-Abfälle im Alb-Donau-Kreis sicherzustellen. Diese sei gefährdet, da die DK-I-Deponie „Roter Hau“ in Ehingen fast voll ist und Kapazität nur noch 15 Jahre hat. Deshalb wird die Deponie bei Suppingen ausgebaut, beziehungsweise werden Teilbereiche für die Entsorgung von DK-I-Material umgewidmet.

Nichts einzuwenden

Mitreden kann die Stadt Laichingen nicht wirklich, Räte und Verwaltung konnten allerdings ihre Meinung abgeben. Was sie auch taten: Anders als gegen den Wegfall der Recyclingfläche hatten sie dagegen nichts groß einzuwenden.

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Die Umwidmungsflächen für DK-I-Material (rot) in Suppingen. (Foto: ADK/Schwäbische.de)

Knut Nägele präsentierte den Räten eine Karte, auf der die vorgesehenen Umwidmungsflächen für DK-I-Material zu sehen waren (siehe auch Foto ). Die Deponie wird in der Folge wachsen. Auch die Oberflächenform wird sich ändern, wegen des bereits weit fortgeschrittenen Verfüllzustands im bereits bestehenden DK I-Bereich der Deponie. Allerdings, so Nägele: Es werde keine Kegleform entstehen. Diese Befürchtung hatte Stadtrat Willi Schwenkschuster (CDU) geäußert. 2019 soll der Deponie-Ausbau starten.

Weiterhin wird in Suppingen auch Material aus anderen Landkreisen entsorgt. Nägele stellte allerdings fest, dies nur in geringem und gedeckeltem Umfang. Dies diene auch der „Gebührenstabilisierung“ im Kreis.

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