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Bauern protestieren gegen „Scheiß Grüne“

Liveblog: Das war los beim Kretschmann-Besuch im Alb-Donau-Kreis

Region / Lesedauer: 4 min

Der Grünen-Politiker war am Freitag im Alb-Donau-Kreis unterwegs. Plötzlich kamen ihm Traktoren entgegen. Alle Entwicklungen des Tages zeigt der Liveblog.
Veröffentlicht:09.02.2024, 11:54
Aktualisiert:09.02.2024, 18:09

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Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) besucht am Freitag, 9. Februar, den Alb-Donau-Kreis. Dort werden ihm beispielhafte Projekte zum Ausbau erneuerbarer Energien präsentiert. Am Abend ist zudem ein Bürgerempfang geplant. 

Kretschmann will sich bei dem Besuch über bisherige Maßnahmen, aktuelle Hemmnisse und Strategien für den weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien vor Ort informieren.

+ + 18.02 Uhr: Ende des Liveblogs

Nach dem Fachgespräch mit Politik, Wirtschaft und Wissenschaft geht es für Winfried Kretschmann in Blaubeuren jetzt weiter mit einem öffentlichen Bürgerempfang. Dort ist eine offene Fragerunde an den Ministerpräsidenten geplant. Hiermit schließen wir den Liveblog. Ein ausführlicher Bericht mit Videos des Bürgerempfangs folgt am Sonntag.

+ + 17.39 Uhr: Kretschmanns Alb-Donau-Tour im Video

Dieser Videobeitrag gibt einen Überblick über den Besuch des Ministerpräsidenten in der Region und die Bauernproteste, die Kretschmann entgegenschlugen.

+ + 16.35 Uhr: Eindrücke des Kretschmann-Besuchs zum Durchklicken in der Bildergalerie

Beim Besuch von Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist Schwäbische.de immer vor Ort. Viele Fotos des Tages gibt es hier in einer Bildergalerie.

+ + 16.12 Uhr: Das ist beim Vortrag in Blaubeuren los

Eine neue Potenzialanalyse bestätigt, dass der Alb-Donau-Kreis bis 2040 energieautark sein kann. Aktuelle verbraucht der Kreis 1,7 Terrawattstunden, bis in 15 Jahren wird dieser Bedarf auf drei Terrawattstunden steigen. Bis dato will der Kreis insgesamt zwei Gigawatt an Energie produzieren.

Beim Fachgespräch geht es auch um eine Potenzialanalyse.
Beim Fachgespräch geht es auch um eine Potenzialanalyse. (Foto: David Drenovak)

+ + 15.46 Uhr: Fachgespräch in Blaubeuren beginnt

Im Tagungszentrum bei Blaubeuren beginnt die Besprechung mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft. Auf dem Programm steht ein Fachgespräch zur Realisierung erneuerbarer Energien im Alb-Donau-Kreis.

Es sprechen zur Solarenergie Ehingens Oberbürgermeister Alexander Baumann und Landrat Heiner Scheffold. Was die Windenergie angeht, sind Vertreter der EnBW anwesend.

+ + 15.04 Uhr: Geplanter Programmpunkt fällt aus

Der Besuch einer Freiflächenphotovoltaikanlage in Allmendingen-Weilersteußlingen fällt aufgrund der Verzögerung durch die Landwirtproteste aus.

+ + 14.56 Uhr: Gefährdungslage – Tagungszentrum wird durchsucht

Weil sich durch die Proteste die Gefährdungslage für Kretschmann geändert hat, wird das Tagungszentrum Hessenhöfe bei Blaubeuren, wo der nächste Programmpunkt stattfindet, mit Polizeihunden durchsucht. Mit einem derzeit in Laichingen stattfindenden größeren Polizeieinsatz hat es aber wohl nichts zu tun.

Die Polizei durchsucht das Tagungszentrum mit Spürhunden.
Die Polizei durchsucht das Tagungszentrum mit Spürhunden. (Foto: David Drenovak)

+ + 14.33 Uhr: Landwirte bringen Sorgen vor

Im Gespräch mit Kretschmann bringen die Landwirte ihre Sorgen vor. Kretschmann erklärt, dass seine Wertschätzung für die Landwirtschaft groß sei. Die Themen der Gespräche sind vielfältig. Es geht auch um Bildungspolitik und Handelspolitik.

+ + 14.24 Uhr: Kretschmann spricht mit Landwirten

Ministerpräsident Kretschmann geht auf den Teil der Demonstranten zu, die ruhig geblieben sind und spricht mit ihnen. Die lauteren Landwirte werden von der Polizei abgeschirmt.

Kretschmann spricht mit den Demonstranten.
Kretschmann spricht mit den Demonstranten. (Foto: Drenovak)

+ + 13.54 Uhr: Demonstranten rufen Beleidigungen in Richtung Kretschmann

Die Demonstranten kommen näher, laut skandieren sie etwa „Scheiß Grüne“ in Richtung Kretschmann. Die inzwischen rund 50 Demonstranten stören mit ihren Rufen und lautem Hupen die Veranstaltung. Kretschmann bleibt ruhig, redet weiter über das Windkraftprojekt vor Ort. 

+ + 13.46 Uhr: Landwirte versperren Wege

Landwirte kommen nun mit ihren Traktoren über die Felder gefahren und stellen Zufahrten zu. Es handelte sich zunächst um zehn Fahrzeuge und rund zwei Dutzend Personen. Inzwischen kommen durch den angrenzenden Wald weitere hinzu. Staatsschutz und Polizei sprechen mit den Bauern.

Auch diese Landwirte zeigen eindeutig, was sie von der Regierung halten.
Auch diese Landwirte zeigen eindeutig, was sie von der Regierung halten. (Foto: David Drenovak)

+ + 13.34 Uhr: Landwirte protestieren

Landwirte hatte im Vorfeld vom Besuch Kretschmanns erfahren und Proteste angekündigt. Die Polizei ist daher vor Ort und sperrt neuralgische Punkte wie Kreisverkehre oder Kreuzungen ab. Dennoch: Beim Termin an der Windkraftanlage steht ein Traktor rund 100 Meter entfernt auf einem Feld und hupt.

Ein Traktor auf einem rund 100 Meter entfernten Feld hupt. DIe Polizei ist ebenfalls vor Ort und sperrt neuralgische Punkte wie Kreisverkehre oder Kreuzungen ab.
Ein Traktor auf einem rund 100 Meter entfernten Feld hupt. DIe Polizei ist ebenfalls vor Ort und sperrt neuralgische Punkte wie Kreisverkehre oder Kreuzungen ab. (Foto: David Drenovak)

+ + 13.21 Uhr: Besuch der Windkraftanlage in Berghülen

Nach dem Essen geht es weiter Richtung Windkraftanlage von Berghülen. Die Gemeinde gilt als absoluter Vorreiter in der Region, was erneuerbare Energien angeht.

Mit Windrädern, Photovoltaikanlagen und Biogasanlagen produziert Berghülen das 60-fache des eigenen Stromverbrauchs. Nach dem Mittagessen geht es weiter zur Bürgerwindgenossenschaft.

Mit Helm gut gerüstet trifft sich der Ministerpräsident mit der Bürgerenergiegenossenschaft in Berghülen.
Mit Helm gut gerüstet trifft sich der Ministerpräsident mit der Bürgerenergiegenossenschaft in Berghülen. (Foto: David Drenovak)

Mit Helm gut gerüstet trifft sich der Ministerpräsident mit der Bürgerenergiegenossenschaft in Berghülen. Neben einigen Kreisräten sind auch SPD Landtagsabgeordneter Martin Rivoir und Walter Haimerl in Vertretung von CDU Mann Hagel anwesend, ebenso der Landtagsabgeordnete Michael Joukov (Grüne). Landrat Heiner Scheffold informiert über regenerative Energien und deren Bedeutung für den Alb Donau Kreis.

+ + 12.33 Uhr: Ministerpräsident macht Halt in Berghülen

Beim Mittagessen im „Ochsen“ in Berghülen spricht Kretschmann mit dem dortigen Bürgermeister Bernd Mangold. Ein kurzer Plausch mit Gastwirt Peter Deschenhalm vom „Ochsen“ und ein Erinnerungsfoto gab es auch.

Winfried Kretschmann macht Mittagspause in Berghülen.
Winfried Kretschmann macht Mittagspause in Berghülen. (Foto: David Drenovak)

++ 11.47 Uhr: Kretschmann besucht den Merklinger Bahnhof

Kretschmann ist auf der Alb angekommen und wird am Merklinger Bahnhof begrüßt von Landrat Heiner Scheffold und Regierungspräsident Klaus Tappeser.

Ministerpräsident WInfried Kretschmann (links) im Gespräch mit Landrat Heiner Scheffold (rechts).
Ministerpräsident WInfried Kretschmann (links) im Gespräch mit Landrat Heiner Scheffold (rechts). (Foto: David Drenovak)

Passend zum Thema des Tages reist Kretschmann mit einem E-Auto an.


Mit Bürgermeistern der Alb, Klaus Kaufmann aus Laichingen und Sven Kneipp aus Merklingen, führt Kretschmann ein kurzes Gespräch über die Infrastruktur vor Ort und den weltgrößten Ladepark für E-Autos am Merklinger Bahnhof.

Kretschmann erklärt, es sei toll, dass diese Transformation im ländlichen Raum passiere.  Das zeige, es gebe hier viele ländliche Räume, diese seien aber keine Provinz.

Der größte E-Ladepark der Welt ist jetzt am Bahnhof Merklingen eröffnet worden.

Neben Energiewende und E-Mobilität ist auch die Infrastruktur in der Region ein Thema. So spricht Sven Kneipp auch den Albaufstieg der A8 an. Landrat Heiner Scheffold spricht mit Kretschmann über das Pilotprojekt der Wasserstoffbusse im Landkreis.

Im Kurzinterview mit Schwäbische.de sagt Kretschmann: „Ich bin hier, um zu sehen, was geht. Was sind die Grundlagen dafür, dass der Alb-Donau-Kreis an der Spitze der Landkreise liegt. Der Alb-Donau-Kreis hat eine starke Wirtschaftskraft und tolle Landschaft.“