Hallenmeisterschaft

DM-Silber ist für Reh Gold wert

Laichingen / Lesedauer: 3 min

Laichingens Top-Athletin Alina Reh steigert sich auf 9:00,58 Minuten
Veröffentlicht:29.02.2016, 13:52
Aktualisiert:23.10.2019, 18:00

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Vergangenes Jahr Bronze, dieses Jahr Silber: Alina Reh aus Laichingen, die für den SSV Ulm 1846 startet, ist am Sonntagnachmittag bei den Deutschen Hallenmeisterschaften über 3000 Meter mit Bestleistung auf Platz zwei gestürmt. In 9:00,58 Minuten verbesserte die Doppel U20-Europameisterin ihren Hausrekord gleich um rund acht Sekunden. „Ich bin überglücklich. Mit dieser Zeit hätte ich nie gerechnet“, jubelte die 18-Jährige nach ihrem Silber-Coup in der Arena Leipzig . Auch dass sie nur knapp eine „Achter-Zeit“ verpasste, konnte das Langstrecken-Talent verschmerzen. „Die letzte Runde war dafür etwas zu langsam. Aber wir haben im Training bisher nur Grundlagen trainiert und nichts Spezifisches für die 3000 Meter“, stellte Alina Reh klar.

In der Arena Leipzig war nur eine Athletin schneller, die seit Wochen auf einer Erfolgswelle schwimmt: Konstanze Klosterhalfen. Die Leverkusenerin verbesserte den U20-Europarekord auf 8:56,36 Minuten. Schon zuvor hatte sie in diesem Winter die kontinentale Bestmarke über 1500 Meter gesteigert. Auch Alina Reh blieb in Leipzig noch deutlich unter der alten Bestmarke. Um die Zeit der Laichingerin noch einmal genau einzuordnen: Nur einmal haben in den vergangenen zehn Jahren 9:00,58 Minuten nicht zum Sieg bei der Hallen-DM gereicht – 2009 lief Sabrina Mockenhaupt 8:57,44 Minuten.

Das mit einer Top-Zeit garnierte Silber-Rennen war für Alina Reh ein wichtiger Schritt Richtung Sommer. Schließlich musste sich die Deutsche 5000-Meter-Meisterin nach ihrem Vereins- und Trainerwechsel im Herbst erst einmal neu orientieren. „Es ist so wichtig für mich und meinen Trainer zu sehen, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Im Sommer soll es dann noch ein bisschen schneller werden. Mein Trainer hat immer gesagt, dass ich Geduld haben muss“, sagte Alina Reh.

Zusammen mit ihrem genannten Trainer Wieland Pokorny nimmt die Laichingerin nun eine erfolgreiche Sommersaison ins Visier. Für sie im Fokus: nicht EM oder Olympische Spiele, sondern die U20-Weltmeisterschaften im Juli in Bydgoszcz (Polen). „Bis zu den Olympischen Spielen ist es noch ein weiter Weg. Ich möchte bei der U20-WM über 5000 Meter angreifen“, gibt Alina Reh die Marschrichtung vor. Dass im Sommer mit ihr zu rechnen sein wird, hat sie am Sonntag in der Arena Leipzig jedenfalls eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Das 3000-Meter-Rennen war übrigens nicht der einzige Auftritt von Alina Reh in Leipzig. Am Samstag wurde das Lauf-Juwel als „Jugend-Leichtathletin des Jahres 2015“ ausgezeichnet. Alina Reh erhielt die Trophäe von Silke Morrissey (Projektleiterin leichtathletik.de) und Hans Schulz (Vorsitzender Freunde der Leichtathletik). Die Doppel-U20-Europameisterin hatte die Wahl bereits zum zweiten Mal in Folge gewonnen. Niklas Kaul (USC Mainz), der „Jugend-Leichtathlet des Jahres“, hatte die Auszeichnung schon vergangenes Wochenende bei der Jugend-Hallen-DM in Dortmund in Empfang genommen.