Baustelle

Baustelle in der Kirche wird zu einem kulturellem Erlebnis

Laichingen / Lesedauer: 3 min

Baustelle in der Kirche wird zu einem kulturellem Erlebnis
Veröffentlicht:31.05.2011, 07:45
Aktualisiert:25.10.2019, 18:00

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Dynamik von Anfang bis Ende: Spannend, schlüssig, gut durchdacht, kontrastreich und beeindruckend war das Programm beim Baustellenkonzert am Samstagabend in der Kirche Maria Königin. Der Verein „Kunst & Kultur in LA“ um Kai Kresse und Marita Unsner sowie der katholische Kirchenchor um Ruth Häberle zauberten ein großartiges Musik- und Tanzprogramm auf die Baustelle.

„Musik von Herzen in die Herzen“ brachten die Akteure des Abends, die voller Begeisterung sangen, musizierten und tanzten und so ein „besonderes Richtfest“ den rund 170 begeisterten Gästen boten. Sehr viel Beifall durften die Mitwirkenden entgegennehmen, die mit ihren Auftritten Geschichte schrieben: Denn ein Konzert in dieser Form hat es in der Kirche Maria Königin noch nie gegeben. Pfarrer Reinhold Rampf – in seinem Schlusswort voll des Lobes für die Darbietungen – kommentierte den Konzertabend wie folgt. „Unglaublich, was in einer Kirche an Schönem möglich ist.“

Zugunsten des Kirchenbaus traten die Mitglieder von „Kunst & Kultur in LA“ und die Sänger des Kirchenchors in Aktion und waren sich bei der Programmgestaltung immer bewusst, dass sie in einem künftigen Gotteshaus auftreten. So handelte es sich um ein besinnliches Programm.

Großen Anteil am Gelingen des Baustellenkonzerts in der Kirche Maria Königin hatte auch der katholische Kirchenchor unter Leitung von Dirigentin Ruth Häberle. Der Chor erfreute die rund 170 Zuhörer zunächst jubilierend mit dem Lob- und Preislied „Heaven is a wonderful place“ in einem Arrangement von Otto Groll, in dem der Schöpfer gepriesen wird, in dem aber auch um das Geschenk des Friedens gebeten wird. Flott präsentierte sich die Gesangsgruppe beim Spiritual „Rock my soul“, das auch schon die „Les Humphries Singers“ zu eigen gemacht hatten.

Nach der Pause meinte der gut aufgelegte Chor „Singen ist Leben, Singen ist Freude“ nach der Melodie von „Morning has broken“ in einer Bearbeitung von Karl-Heinz Müllenbach, ehe er mit dem Kirchenlied „Unser Leben sei ein Fest“ einen weiteren festlichen Akzent setzte - zur Begleitung von Fabian Uhlmann auf dem Keyboard sowie Yasmin Oesterle und Annika Stehle auf der Querflöte.

Begrüßt hatte die rund 170 Besucher des Baustellenkonzerts Dr. Wolfgang Knupfer, der es seitens der katholischen Kirchengemeinde federführend organisiert hat. Er tat seine große aus zweierlei Gründen zum Ausdruck: Zum einen über den guten Besuch, zum anderen, weil der Estrich rechtzeitig trocknete und für die Veranstaltung belastbar war. Er verwies kurz auf die baulichen Fortschritte und die Tatsache, dass der „Bautrupp der Kirchengemeinde“ bislang schon ehrenamtlich 600 Arbeitsstunden erbracht hat.

Bei allen Solisten und Mitwirkenden des Abends bedankte ich abschließend Pfarrer Reinhold Rampf, der von einem großen Kulturgenuss sprach, aber auch von einem mutigen Schritt der Kirchengemeinde, die Renovierung der Kirche Mutter Maria anzupacken. Rampf sprach die Hoffnung aus, dass einer äußeren Renovierung eine innere der Kirchenmitglieder einhergehe. Er erhofft sich aus den Baumaßnahmen einen geistigen Impuls wie einen Ruck nach vorne im Gemeindeleben.