Tabellendritte

Süd empfängt den erfolgreichsten Aufsteiger

Kirchbierlingen / Lesedauer: 3 min

Fußball, Landesliga: Kisslegg steht in der Spitzengruppe – Einsatz von Hymer fraglich
Veröffentlicht:29.08.2014, 19:23
Aktualisiert:24.10.2019, 10:00

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Mit dem bislang erfolgreichsten Aufsteiger bekommt es der Fußball-Landesligist SSV Ehingen-Süd am dritten Spieltag zu tun. Der zweimalige Sieger und Tabellendritte SG Kisslegg ist am Samstag, 30. August, 17 Uhr, zu Gast bei den Kirchbierlingern, selbst gerade erst aufgerückt in diese Spielklasse und mit einer ausgeglichenen Bilanz an den ersten beiden Spieltagen.

Vor zwei Jahren währte der Aufenthalt Kissleggs in der Landesliga ein Jahr, schon nach der Vorrunde war das Team abgeschlagen auf einem Platz in der Abstiegszone. Nach dem Wiederaufstieg im Sommer scheint das Team stärker zu sein als damals – darauf deuteten auch schon die Ergebnisse im Verbandspokal hin, als die Allgäuer den SV Oberzell und Olympia Laupheim II jeweils auswärts besiegten und erst in Runde drei am Oberligisten FV Ravensburg (1:5) hängen blieb.

Dienstreise nach Biberach

Klaus Dorn , Trainer von Ehingen-Süd, sah sich das Ligaspiel von Kisslegg zuletzt beim FV Biberach an und war angetan vom heutigen Gegner seines Teams. „Es ist eine Mannschaft, aus der man keinen Spieler herausheben kann, ein aggressives Team, das ziemlich tief stand“, so Dorn. „Natürlich kam den Kissleggern entgegen, dass sie schon nach 20 Minuten in Führung lagen.“ Am Ende hieß es 3:0 für die Gäste. Einen Schlüssel zum Erfolg sieht Dorn im Umschaltspiel seiner Mannschaft. „Wir müssen bei Ballgewinn schnell nach vorn spielen.“

Einen Spieler aus dem Kisslegger Kollektiv hat der Süd-Trainer aber doch herausgegriffen – und dabei kommt auch sein Verteidiger Josip Roncevic ins Spiel. „Über die linke Seite von Kisslegg kommt ein gefährlicher Mann, groß und ziemlich schnell“, hat Dorn beim Spiel in Biberach beobachtet. Ein Fall für Roncevic, der gegen Kisslegg sein erstes Pflichtspiel in der neuen Saison bestreiten wird – allerdings nicht im Deckungszentrum, sondern eben auf der Außenbahn, um den Kisslegger Offensivmann zu stoppen. Die Aufgabe, gegen ihn zu spielen, „passt genau auf Roncevic“, sagt der Trainer.

Das heißt aber auch, dass Christian Endler auch gegen Kisslegg als Innenverteidiger auffällt (Dorn: „Da will ich nichts verändern“) und noch nicht wieder ins Mittelfeld rückt. In diesem Mannschaftsteil hätte Dorn mit Philipp Schleker eine zusätzliche Alternative, auch wenn es nach längerer Verletzungspause wohl noch nicht für einen Einsatz über 90 Minuten reicht. Dafür ist fraglich, ob Ulrich Hymer aufläuft. „Er hat eine leichte Zerrung und ich weiß nicht, ob er spielen kann“, sagt der Trainer. Sollte Hymer ausfallen, könnte Simon Hoffmann auf dessen Position rücken, aber auch der Zugang vom TSV Allmendingen ist angeschlagen.

Unabhängig von Details in der Aufstellung hoffen die Kirchbierlinger nach dem ersten Sieg in der Runde in Baltringen (3:1) nun auch auf den ersten Heimerfolg, nachdem die Premiere gegen Biberach (0:3) vor zwei Wochen schief ging. Drei Punkte gegen Kisslegg wären auch gut für das Einstandsfest der Neuen bei Süd , das nach dem Spiel startet.