Heimat

Cantemus setzt künstlerische Akzente

Unterstadion / Lesedauer: 2 min

Ein Konzert des Frauenensembles in Unterstadion
Veröffentlicht:30.06.2022, 12:31

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Cantemus! - Lasst uns singen! So lautete das Motto eines Konzertes, das das gleichnamige Frauenensemble aus Ehingen unter der Leitung von Peter Schmitz am Sonntag, 26. Juni in der Pfarrkirche St Maria und Selige Ulrika in Unterstadion präsentiert hat. Im Fokus standen geistliche Kompositionen von Komponistinnen des 19. und 20. Jahrhunderts.

Als „roter Faden“ zog sich die Messe für Frauenstimmen von Cécile Chaminade durch das Programm, ergänzt von Psalmvertonungen und Motetten von Nancy Telfer, Sandra Milliken und Sally K. Albrecht. Aber auch arrivierte männliche Komponisten kamen zu Wort, so die Franzosen Gabriel Fauré, Francis Poulenc, und Maurice Duruflé und ihre deutschen Kollegen Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms.

Die Flötistin Anne Burbulla, begleitet von Peter Schmitz am Klavier, ergänzte das Programm mit Stücken der französischen Komponistinnen Cécile Chaminade und Claude Arrieu sowie mit Kompositionen von Gabriel Fauré und Léon Boëllmann, dessen „Suite gothique“ sie eigens für dieses Programm neu eingerichtet hat.

In einer kurzen Einführung lud Peter Schmitz die Zuhörer in der vollbesetzten Kirche ein, sich das durchkomponierte Programm wie einen meditativen Gang durch eine gotische Kathedrale vorzustellen, bei dem zahlreiche Details in Seitenkapellen, und Glasfenstern zu sehen sind und sich immer wieder der Blick in den sich öffnenden Raum der Kathedrale zu erleben sei. Mit dieser Vorstellung gelang es sehr gut, sich auf die durchkomponierte Programmdramaturgie einzustimmen. Denn beginnend mit dem prozessionsartigen Einzug des Chores zu den Klängen der Suite gothique von Léon Boëllmann über die Messesätze von Chaminade, den verschiedenen farblich und charakterlich sehr abwechslungsreich gewählten Motetten sowie den von Anne Burbulla, Querflöte und Peter Schmitz, Klavier intensiv und virtuos musizierten Instrumentalwerken war das Programm aus einem Guß und am Stück ohne Regiezeiten quasi als eigene „Komposition“ konzipiert. Als Brücke zwischen den einzelnen Werken improvisierte Peter Schmitz am Klavier musikalische Überleitungen und Brücken, die in die jeweils folgenden Stücke tonartlich und atmosphärisch einführten.

Das auch technisch und musikalisch zum Teil sehr anspruchsvolle Programm wurde von den Cantemus Frauenstimmen in bewundernswerter Souveränität, großer Intonationssicherheit und bemerkenswerter Klangschönheit und Fülle musiziert.