Volksbefragung

S 21: Grüne geben 5000 Euro für Volksbefragung

Erbach / Lesedauer: 2 min

Entscheidung ist bei Mitgliedern umstritten – Kreisverband wählt neuen Vorstand
Veröffentlicht:15.09.2011, 20:35
Aktualisiert:25.10.2019, 15:00

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„Wir müssen zeigen, dass wir kämpfen können“, begründete Achim Jooß, Kassier des Kreisverbands der Grünen, am Mittwoch bei der Mitgliederversammlung in der Erbacher „Schwabenpfanne“ seinen Antrag, für die Kampagne zur Volksbefragung S21 5000 Euro auszugeben. Dies wären etwas mehr als zehn Prozent des am Ende des vergangenen Jahres aus 48 339 Euro bestehenden Vermögens des 121 Mitglieder zählenden Grünen-Kreisverbands.

Nicht alle 19 anwesenden Mitglieder konnten sich mit dem Vorschlag anfreunden. „Da habe ich ein Problem damit“, formulierte Hubert Dangelmaier aus Rißtissen seine Bedenken. Auch Christian Rak aus Ehingen trat auf die Bremse: „Ich bin nicht scharf darauf, 5000 Euro auszugeben.“ Er halte Informationsveranstaltungen zwar für gut, sagte Rak, bat aber, die Erfolgsaussichten in Betracht zu ziehen. „Selbst ein Achtungserfolg würde uns helfen“, bekräftigte Achim Jooß seinen Vorschlag, Geld bis zu einer Obergrenze von 5000 Euro für die Kampagne bereitzustellen. „Das ist eine klare Mehrheit“, stellte Vorstandsmitglied Nikolai Palaoro aus Langenau zum Abstimmungsergebnis fest.

Zu Kreisvorsitzenden wählte die Versammlung für die nächsten zwei Jahre Esther Heins aus Langenau und Kreistagsmitglied Frieder Bohnacker aus Asch. Kreiskassier bleibt Achim Jooß aus Blaustein. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Benedikt Maier aus Ehingen und Nikolai Palaoro kandidierten nicht mehr. Maier arbeitet jetzt in der Bundesgeschäftsstelle der Partei in Berlin. In der Landesdelegiertenkonferenz lässt sich der Kreisverband durch Brigitte Schmid, Franz Schuster und Wolf-Peter Kaiser vertreten. Ersatz ist Achim Jooß. Zur Bundesdelegiertenkonferenz fahren Brigitte Schmid und Wolf-Peter Kaiser. Als Ersatz stehen Marianne Prinzing und Achim Jooß zur Verfügung. Die Bilanz zur Landesregierung vertagten die Grünen zu fortgeschrittener Stunde.