Straßenprojekt

Kreistag besichtigt Straßenprojekte

Erbach / Lesedauer: 3 min

Sanierung der Schmiechener Ortsdurchfahrt soll kommendes Jahr über die Bühne gehen
Veröffentlicht:29.05.2017, 17:59
Aktualisiert:23.10.2019, 05:00

Von:
Artikel teilen:

Der Kreistag des Alb-Donau-Kreises hat sich am Montagmorgen bei einer ausgiebigen Rundfahrt ein Bild zahlreicher Straßenprojekte gemacht, die er in naher Zukunft zusammen mit den Kommunen umsetzen will.

Das Kreisstraßenprogramm umfasst viele größere und kleinere Projekte. Als erstes begutachtete das Gremium den Bahnübergang bei Dellmensingen und einen verkehrstechnischen Gefahrenpunkt im Süden der Ortschaft. Obwohl erst vor nicht allzu langer Zeit komplett saniert, steht am Bahnübergang hier ein Millionenprojekt an, denn die Gesetzeslage sieht hier eigentlich keinen bahngleichen (Fahrbahn und Schienen auf der selben Höhe) Verkehr vor, informierte Landrat Heiner Scheffold die Ratsmitglieder mit der Unterstützung durch den Fachdienstleiter Straßen, Tobias Wanner , und dessen Verantwortlichen für die Kreisstraßenplanung, André Rahn. Aktuell sei man gerade noch ganz am Anfang und prüfe, ob eine Unter- oder Überführung geeigneter sei. Ferner werde auch in Betracht gezogen, im Rahmen anderer Verkehrsprojekte hier eine neue Trassenführung zu bauen. „Wie gesagt, wir sind hier noch ganz am Anfang, näheres wissen wir erst, wenn wir die Ergebnisse der Gutachten haben“, so Scheffold.

Über Öpfingen und Ehingen ging die Reise des Gremiums weiter nach Schmiechen. Die dortige Ortsdurchfahrt soll vom Bahnübergang an der Ortseinfahrt in Richtung Schelklingen bis kurz hinter der Ortsverwaltung erneuert werden. In Kooperation mit der Stadt Schelklingen soll hier nicht nur ein neuer Fahrbahnbelag eingebaut und die Kurve am Gasthaus Austermanns aufgeweitet werden. „Sie sehen, hier muss etwas gemacht werden“, sagte Tobias Wanner und verwies auf die zahlreichen Risse und Schlaglöcher, die auch für die Ratsmitglieder deutlich zu spüren waren. Die Gemeinde wolle im Zuge der Baumaßnahmen gleichzeitig eine neue Trinkwasserleitung und einen neuen Abwasserkanal einbauen. Ferner soll ein Gehweg entstehen. André Rahn informierte die Kreisräte, dass der Grunderwerb ganz gut laufe und die Planer zuversichtlich seien, die rund 2,5 Millionen Euro teure Maßnahme im kommenden Jahr zu starten und umzusetzen. Der Kreis trägt 450 000 Euro der Kosten. Eine weitere Maßnahme, die ähnliche Gesamtkosten verursacht und bereits im erweiterten Bedarf des Kreisstraßenprogramms erfasst ist, ist die Strecke zwischen Hütten und Schmiechen. Die Fahrbahn soll dort auf einer Länge von fünf Kilometern von aktuell 5,6 Meter auf sechs Meter ausgebaut werden. „Wir gehen davon aus, dass diese Maßnahme mit rund 50 Prozent förderfähig ist. Der Anteil des Kreises wäre aber immer noch 1,25 Millionen Euro“, erläuterte Wanner.

Der Bus erklomm die engen Kurven der Justinger Steige, bevor die Ratsmitglieder die dortige Ortsdurchfahrt in Augenschein nehmen konnten. Auch sie ist im Bauprogramm im weiteren Bedarf enthalten. Gemeinsam mit der Stadt Schelklingen soll auch hier Fahrbahn, Kanal und Gehweg erneuert werden. Wanner sagt: „Hier müssen wir richtig ran und auch den Unterbau herrichten. Die Bitumenschicht ist viel zu dünn. Wir wollen die Ortsdurchfahrt 2020 angehen.“

Nach weiteren Stopps in Blaubeuren, Blaustein und Langenau kehrten die Räte ins Landratsamt zurück und legten in ihrer Sitzung die weitere Vorgehensweise fest.