Römerhalle

MV Emerkingen entführt musikalisch nach Amerika

Emerkingen / Lesedauer: 2 min

Jahreskonzert bildet den musikalischen Höhepunkt – Dirigent Oliver Doneck gibt gelungenes Debüt
Veröffentlicht:10.12.2017, 18:39
Aktualisiert:22.10.2019, 23:00

Von:
Artikel teilen:

„American Stories“ hatte sich der Musikverein Emerkingen für sein Jahreskonzert am Samstagabend in der Römerhalle ausgesucht. „Wir werden Geschichten aus Amerika musikalisch erzählen“, versprach der Musikvereinsvorsitzende Peter Pflug dem Publikum. Und wie ein roter Faden zogen sich Titel aus dem „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ durch das Konzertprogramm der drei Emerkinger Orchester.

„Das Konzert ist für uns der musikalische Höhepunkt des Jahres, für den wir viele Wochen geprobt haben“, so Pflug . Und die Proben mit Emerkingens neuem Dirigenten Oliver Doneck haben sich gelohnt. „Er hat einen gelungenen Debut-Abend abgeliefert. Den tollen Orchestern auf der Bühne war die große Freude am gemeinsamen Musizieren anzuhören“, lobte die stellvertretende Kreisverbandsdirigentin Elisabeth Maier und ergänzte: „Hier sind die Erfolge der guten Emerkinger Jugendarbeit deutlich zu hören.“ Den Anfang machte das Jugend-Vororchester mit Anna Maria Frankenhauser am Dirigentenpult und dem Titel „Theme from New York, New York“, den Liza Minelli im gleichnamigen Film sang und dem Frank Sinatra zu Weltruhm verhalf. Nach dem Vangelis-Song „Chariots of Fire“ und der geforderten Zugabe, überließen die jüngsten Emerkinger Musiker aus dem Vororchester der Jugendkapelle, unter der Leitung von Marek Scheliga, die Bühne der Römerhalle.

Markus Götz komponierte das Stück „Chicago Festival“ als Hommage an „das Land der Chancen und Träume“ und beschreibt darin musikalisch die City von Chicago und den romantischen Blick auf den Michigansee. Als zweites Stück der Jugendkapelle hörte das Publikum mit Kees Vlaks „New York Overture“ und das „pulsierende Leben in der Stadt, die niemals schläft“. Der lange Applaus der Zuhörer forderte eine Zugabe, die Marek Scheliga und seine jungen Musiker mit dem Marsch „Washington Post“ gekonnt lieferten. Dann setzten sich die rund 60 Musikerinnen und Musiker des aktiven Orchesters unter die New Yorker Skyline und neben die Freiheitsstatue in der Emerkinger Römerhalle. Folkloristisch anmutende Klänge aus den Appalachen hatten Dirigent Oliver Doneck zum Auftakt mit James Barnes „Appalachian Overture“ ausgesucht. Weiter ging‘s mit der musikalischen Zugfahrt „Oregon“ von Jacob de Haan, während der Wildwest-Melodien genauso zu erkennen waren wie Rockrhythmen. Die Hymne auf den Mount Rushmore, den Berg mit den vier Präsidentenköpfen, aus der Feder des US-Komponisten Alfred Reed, gehörte genauso zum Konzertprogramm der Emerkinger Musikkapelle wie Melodien aus der George Gershwin-Oper „Porgy and Bess“ und dem Titel „Hands Across The Sea“, den John Phlip Sousa geschrieben und Siegfried Rundel für Blasorchester arrangiert hat. Nach dem langen Applaus der Konzertbesucher gab’s zwei Zugaben: „New York, New York“ und den Westernsong „Shenandoah“.