Spitzenreiter

TSG Ehingen will dem Spitzenreiter Laupheim mit Kampf begegnen

Ehingen / Lesedauer: 3 min

Fußball, Landesliga: Tabellenführer Olympia ist am Samstag um 15 Uhr zu Gast im Stadion
Veröffentlicht:27.10.2017, 18:14
Aktualisiert:23.10.2019, 00:00

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In der Fußball-Landesliga erwartet die TSG Ehingen am Samstag die Olympia aus Laupheim zum Derby. Doch nicht nur die kurze Distanz zwischen beiden Städten sorgt dafür, dass die Begegnung besonders werden wird, sondern auch die Tatsache, dass mehrere Ehinger bereits in Diensten der Laupheimer gewesen sind.

„Ich freue mich auf das Spiel. Ich freue mich auf ehemalige Spieler und natürlich auf das Trainerteam“, sagt Roland Schlecker, der vor seinem Engagement bei der TSG die Zweite aus Laupheim trainiert hat. Ebenfalls bereits für Laupheim die Kickschuhe geschnürt haben Ehingens Spielertrainer Patrick Mrochen und Daniel Post sowie Daniel Topolovac, dessen Bruder Sascha noch immer für Laupheim spielt. Ein Einsatz von Daniel Topolovac gegen seine alten Kollegen ist laut Schlecker aber „mehr als unwahrscheinlich“, da der Ehinger erst diese Woche nach einer Verletzung ins Training eingestiegen ist.

„Natürlich ist es ein Vorteil für mich, dass ich einige Spieler und die Strukturen aus Laupheim gut kenne. So kann ich meine Mannschaft im Verhältnis zu anderen Spielen sicherlich besser auf den Gegner einstellen“, sagt Schlecker. Doch wirkliche Schwachpunkte sieht der Ehinger Trainer beim Tabellenführer und Meisterschaftsfavorit nicht. „Die Mannschaft ist sehr gut im Spielaufbau, hat Spieler mit einer tollen individuellen Klasse in ihren Reihen, die weitaus mehr als Landesliga können“, lobt Schlecker den Gegner. Allen voran muss die TSG-Hintermannschaft auf Ivan Vargas Müller aufpassen, der bereits zehn Tore geschossen hat. „Das spricht natürlich für sich“, sagt Schlecker, der aber nicht nur nach dem Gegner schauen möchte. „Wir müssen beides tun. Wir müssen nach dem Gegner und nach uns schauen. Ich denke, dass es ein schönes und intensives Spiel geben wird, das wir sicherlich nicht einfach abschenken werden“, betont Schlecker, dem die vergangenen beiden Spiele gegen Ravensburg (2:1-Sieg) und FV Altheim (0:0) nach dem völlig verkorksten Saisonstart durchaus Mut gemacht haben. „Die Mannschaft hat gesehen, dass auch in der Landesliga mit 90 Minuten Kampf alles möglich ist. Und genau so wollen wir gegen Laupheim auftreten“, sagt Schlecker, dessen Lazarett sich noch nicht wirklich gelichtet hat.

Becker und Post dabei

Zurück in den Kader rücken werden Daniel Post und Walter Becker, Yannick Lehner ist die Woche über an Krücken gelaufen und wird nicht einsatzfähig sein. Ein großes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Raphael Ulrich, der zwar wieder trainiert, aber sicher nicht über die 90 Minuten zum Einsatz kommen wird. „Es bringt nichts, wenn wir Spieler nach einer Verletzung sofort wieder auf den Platz schicken. Da ist die Gefahr einer erneuten Verletzung einfach zu groß“, erklärt der Ehinger Übungsleiter.

Zeichen setzen

Die Laupheimer werden das Spiel gegen Ehingen ebenfalls sehr ernst nehmen, wissen aber auch um ihre Stärken. „Wir wollen schon zeigen, dass wir zu Recht da oben stehen und auch besser spielen als beim letzten Auswärtsspiel in Berg (1:2, Anm. d. Red.)“, sagt Laupheims Trainer Hubertus Fundel. Auch wenn er weiß, dass er auf Simon Dilger verzichten muss, der nach dem Foul eines Weingartner Spielers schon in dieser Partie verletzt ausgewechselt werden musste. Zudem dürfe man den Gegner trotzt des Tabellenstands nicht unterschätzen, da die TSG aufgrund der speziellen Situation besonders motiviert sein dürfte. „Wir werden versuchen, schon zu Beginn der Partie Zeichen zu setzen“, verspricht Fundel eine engagierte Laupheimer Mannschaft, die die Begegnung beim Schlusslicht durchaus einzuordnen weiß. „Wir sind gerüstet.“