Bibelvers

Ivo Gönner fordert mehr Engagement für andere

Ehingen / Lesedauer: 2 min

Im Rahmen der Vortragsreihe „Christsein bewegt“ spricht der Ulmer OB in Rißtissen
Veröffentlicht:30.03.2015, 18:13
Aktualisiert:24.10.2019, 04:00

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Über den Bibelvers „Suchet der Stadt Bestes“ hat Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner am Palmsonntag in der Arche gesprochen. Eingeladen wurde Ivo Gönner von der Seelsorgeeinheit Donau-Riss und der evangelischen Kirchengemeinde Ersingen. Sein Vortrag bildete den Abschluss der Veranstaltungsreihe „Christsein bewegt“.

Ausgehend von der Aussage des Propheten Jeremia nahm Gönner Stellung zu den Fragen, was gut für eine Stadt und ihr Gemeinwohl ist. Im Bezug auf die Bibelgeschichten über Babel und die himmlische Stadt Jerusalem zog der OB Ulms eine Verbindung zu heutigen Gemeinden.

„Der Satz suchet der Stadt Bestes war an das Volk gerichtet, dass nach Babylon vertrieben wurde. Die Menschen waren weit weg von daheim und wünschten dieser Stadt alles Schlechte“, referierte Gönner. Prophet Jeremia jedoch habe das Wort an die Klagenden gerichtet und eine unmissverständliche Aufforderung erteilt. „Er hat ihnen den Kopf gewaschen und dazu motiviert, sich zu engagieren und zum Gemeinwohl beizutragen“, so Gönner. Die Menschen seien, so wie es heute noch der Fall ist, selbst verantwortlich gewesen, dass der Lebensraum erhalten blieb und Erfahrungen weiter gegeben werden konnten.

In seinem Vortrag ging der Referent auf die beiden Stadtbeispiele in der Bibel ein. „Ganz am Anfang der Bibel steht die Geschichte des Turmbaus zu Babel – also der Schrecken einer Stadt. Das zweite Modell, das himmlische Jerusalem als offen, ökologisch und voller Toleranz steht am Ende der Bibel. Und genau zwischen den beiden Modellen steht der Aufruf: Suchet der Stadt Bestes.“

Dieser Aufruf, so beschrieb es Gönner, sei für uns heute auch als Aufforderung zu verstehen. Eine Aufforderung, sich zu engagieren und die Gemeinschaft zu fördern.