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Linsenbühl

Im Gewann Linsenbühl wachsen Linsen

Ehingen / Lesedauer: 2 min

Sabine und Felix Paschke bauen die Feldfrucht beim Ehinger Teilort Granheim an
Veröffentlicht:20.06.2017, 19:01

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Erst zum zweiten Mal bauen Sabine und Felix Paschke auf dem sogenannten Gewann Linsenbühl bei Granheim dieses Jahr wieder Linsen an. Viele Jahre ist die Feldfrucht, nach der die Gegend benannt ist, hier nicht anpflanzt worden. Nach und nach will das junge Paar den Anbau nun ausweiten.

Noch sind die Linsenpflänzchen sehr klein, nur vereinzelt sind schon kleine Blüten erkennbar. Ein Schild weist darauf hin, dass hier für die Erzeugergemeinschaft Lauteracher Alb-Feld-Früchte Linsen angebaut werden. „Wir wollten ein Teil davon sein und es hat sich angeboten, weil wir seit 2008 ein Bio-Betrieb sind“, sagt Felix Paschke, der den Betrieb gemeinsam mit seiner Frau Sabine im Nebenerwerb bewirtschaftet.

Der Ackerbau ist das zweite Standbein des Paares. Die Linsen sind die wirtschaftlich stärkste Kultur, auch wenn sie bisher nur auf rund vier Prozent der insgesamt verfügbaren Ackerflächen der Granheimer angebaut werden. Doch sukzessive wollen die beiden nun die Flächen steigern. Dieses Jahr haben sie 1,13 Hektar eingesäht, vergangenes Jahr war es noch etwas weniger. Auf Dauer ist geplant, dass rund ein Fünftel der Ackerflächen mit Linsen bepflanzt werden, sagt Sabine Paschke. „Das Gewann, auf dem die Linsen wachsen, heißt passender Weise auch Linsenbühl. Bis Ende der 1940er-Jahre sind hier auch noch Linsen gewachsen“, erzählt Felix Paschke. Mitte der 1960er-Jahre wurde die Frucht dann aus dem Anbauplan gestrichen, bis die Erzeugergemeinschaft sie 2001 wieder kultivierte. Neben dem passenden Namen eignet sich das Gebiet auch deswegen für den Anbau von Linsen, weil der Hang nach Süden ausgerichtet ist, ergänzt Felix Paschke.

Stützfrucht wird verfüttert

„Linsen brauchen eine Stützfrucht wie Hafer oder Gerste, an denen sie sich hochranken kann“, sagt der junge Landwirt. Im August wird das ganze Feld abgeerntet und der Ertrag zur Erzeugergemeinschaft gebracht. Die lässt die Pflanzen dann trocknen und trennt Linsen und Körner voneinander. Das Korn bekommen Paschkes wieder und können damit die Tiere auf dem Hof füttern.

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