Teilort

Eingemeindet: Nasgenstadt will 40 Jahre Teilort nicht feiern

Nasgenstadt / Lesedauer: 2 min

Im August 1971 begann der rasante Zuwachs Ehingens
Veröffentlicht:30.08.2011, 19:10
Aktualisiert:25.10.2019, 16:00

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Es ist ein denkwürdiges Jubiläum: Vor 40 Jahren, im August 1971, wurde Nasgenstadt nach Ehingen eingemeindet. Es war der Auftakt zum Wachstum der Stadt zu seiner heutigen Größe mit seinen mittlerweile 17 Teilorten. Gefeiert oder festlich begangen wird die Stadtgebietserweiterung in Nasgenstadt allerdings nicht.

„Es ist in Ordnung so, wie es ist“, sagt Ortsvorsteherin Heike Heinrich . „Die Eingemeindung hat seine Vorteile und hat seine Nachteile“, sagt sie. Zwar gebe es immer noch vereinzelte Stimmen, die der früheren Eigenständigkeit nachtrauerten, doch das sei Schnee von gestern, so Heinrich. Es sei gut, dass man einen eigenen Ortschaftsrat habe, der die aktuell 1505 Einwohner gut vertrete.

Außerdem räumt Ehingen durch die so genannte unechte Teilortswahl den Vertretern der Teilorte garantierte Sitze im Gemeinderat ein. Was in Biberach gerade abgeschafft worden ist, stehe in Ehingen nicht zur Diskussion, hatte Oberbürgermeister Alexander Baumann klar gestellt.

Dass die Teilorte immer gut behandelt worden sind, kann Anton Bausenhart nicht sagen. Bausenhart war bis zur Eingemeindung Bürgermeister von Nasgenstadt. Der inzwischen 79-Jährige hatte vom 30. Oktober 1966 bis zum 21. Januar 2000 zuerst als Bürgermeister und später als Ortsvorsteher die Geschicke Nasgenstadts geleitet.

Ob die Eingemeindung letztlich eher gut oder schlecht war, möchte er nicht einschätzen. „Das sollen andere entscheiden“, sagt er.

RP kam nicht hinterher

Dass Nasgenstadt zu Ehingen gekomen ist, sieht Bausenhart als Ergebnis der Expansionspolitik des damaligen Stadtoberhaupts Wilfried Henger, der die Einwohnerzahl so auf deutlich über 20000 hievte. „Ohne das wäre Ehingen niemals Große Kreisstadt geworden“, ist sich Bausenhart sicher.