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Dirt-Bike-Anlage in Ehingen wird konkreter: So sieht der Entwurf aus

Ehingen / Lesedauer: 3 min

Gemeinderat fasst Baubeschluss für rund 60 000 Euro teures Projekt
Veröffentlicht:30.06.2022, 19:33
Aktualisiert:01.07.2022, 09:45

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Dirk Vollmer von der Firma Outdoor & Bike Solutions GmbH hat am Donnerstagabend im Ehinger Gemeinderat die Konzeption zur geplanten Dirt-Bike-Anlage im Berkacher Grund vorgestellt. Der Gemeinderat hat daraufhin auch den Baubeschluss gefasst. Die Kosten dürften nach ersten Schätzungen nicht mehr als 60 000 Euro betragen.

Leute zieht es nach draußen

Die Dirt-Bike-Anlage an der Ehinger Schmiech im Berkacher Grund wird gebaut. Dafür hat sich der Ehinger Gemeinderat am Donnerstag deutlich ausgesprochen. „Aktuell bemerken wir in jeder Region, dass die Leute nach draußen drängen. In absehbarer Zukunft wird es keine Kommune geben, die keine Angebote wie Joggen, Mountainbiken oder ähnliches machen kann“, erklärt der Experte, der dann auch auf die Planungen für die Anlage im Berkacher Grund eingeht.

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„Dirt-Biken ist eine spezielle Form des Mountainbikens. Könner können hier irgendwann einmal einen Rückwärtssalto stehen“, so Vollmer, der für Ehingen drei Varianten an Schwierigkeitsgraden vorgesehen hat. Ziel sei es, nicht nur einheimische Biker für die Anlage zu gewinnen, sondern auch ein nachhaltiges Angebot für alle Könnerstufen machen zu können. Vollmer vergleicht daher das Dirt-Biken mit dem Skifahren, auch hier gebe es unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bei den Pisten.

Gemeinsamer Starthügel

Von einem gemeinsamen Starthügel aus soll es dann auf eine schwere, mittelschwere und eine leichte Strecke gehen. Bei der schweren Strecke liegt die Absprunghöhe bei 2,50 Meter, der mittelschweren bei zwei Metern und der leichten Strecke bei 1,5 Metern. „Auf der schweren Linie haben wir Platz für drei Sprünge, auf den anderen sind vier Sprünge möglich“, erklärt Vollmer, der seit rund 25 Jahren solche Strecke entwirft. Am Ende aller Linien ist eine Steilkurve geplant, die dann wieder auf einen gemeinsamen Rückweg leiten wird. „Jeder Absprung ist mit Holz belegt, das spart Geld“, sagt Vollmer.

Für CDU-Stadtrat Michael Mouratidis war vor allem wichtig, dass die künftigen Nutzer schon bei der Planung mit im Boot waren. „Wir haben ja den Antrag für die Anlage gestellt. Und bei einem Vor-Ort-Termin sind wirklich die Wünsche der jungen Leute in die Planung eingeflossen. Das ist gut. Auch dass die benachbarten Skater mit dabei waren, ist für mich ein harmonisches Miteinander“, so Mouratidis.

SPD-Stadtrat tritt auf Euphoriebremse

SPD-Stadtrat Georg Mangold hingegen trat auf die Euphoriebremse: „Das ganze hier ist eine Luxusleistung, die wir machen. Wir müssen uns schon überlegen, was unbedingt nötig ist und was nicht. Solche Luxusleistungen sind schwierig. Wo und wann fangen wir an, auf die Bremse zu treten?“ Christian Walther (Junges Ehingen) begrüßt das Projekt natürlich, merkte nur an, dass die Vorberatungen an vielen jungen Menschen vorbeigegangen sei, weil der Termin nicht über alle Kanäle wie das Jugendhaus, die SMVen und weitere bekanntgemacht wurde.

Katrin Brotbeck ( CDU ) betont, dass Sparen sicherlich richtig ist. „Aber nicht bei so etwas. Für relativ kleines Geld können wir für viele junge Menschen eine Perspektive schaffen“, so die Stadträtin. Gebaut werden soll die Anlage laut Stadtbaumeister Andreas Erwerle übrigens mit städtischen Aushub, sprich mit vorhandenem Erdmaterial. „Wir brauchen quasi nur jemanden, der das Material in den Berkacher Grund bringt und die Erde modelliert“, so Erwerle. Deswegen seien die im Haushalt eingestellten 60 000 Euro auch ausreichend.